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Sport-Tourismus ist …
facettenreich, innovativ und ökonomisch bedeutsam

 
Heidelberger Sportbusiness-Forum erneut mit Boom-Thema
Auf hohen Touren wurde das 4. Sportbusiness-Forum am 3. Mai 2000 in der Sporthalle des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg durchgeführt. Im Zentrum der Diskussionen stand der Zusammenhang zwischen Sport-, Freizeit- und Tourismusentwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Sportbusiness-Forum
Wolfgang Niersbach (links) und Rudi Völler (rechts) stellten beim Sportbusiness-Forum die deutsche WM-Bewerbung vor
Foto : Welker
Formel 1 – dargestellt am Beispiel des Hockenheim-Rings –, Olympia-Tourismus sowie die Bewerbung des DFB um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gehörten zu den Beispielen, an denen die wirtschaftliche Bedeutung sporttouristischer Märkte diskutiert wurde. Hartmut Tesseraux veranschaulichte aus der Sicht des Hockenheim-Rings, was zu den Aufgaben des Betreibers und des örtlichen Veranstalters der Formel 1-Serie gehört. Wie Olympia-Tourismus vom Deutschen Reisebüro, dem offiziellen Reiseveranstalter des NOK, angeboten und durchgeführt wird, stellte Jens-Joachim Brösel vor. Und trotz der Endspurts in der Bundesliga, für die Europameisterschaft und für die Bewerbung um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, ließen es sich Wolfgang Niersbach und Rudi Völler nicht nehmen, auch den etwa 270 anwesenden Teilnehmern des Sportbusiness-Forums die sympathische Werbekampagne des DFB, die einen großen Imagewert für den deutschen Fußballsport und für Deutschland darstellt, zu demonstrieren.

Wirtschaftsfaktor Wintersport

Die Nachmittagsveranstaltung bot einiges zum Wirtschaftsfaktor Wintersport. Mit konkreten Daten aus der Marktforschung von Marcel Cordes "unterfüttert", widmeten sich der ehemalige Weltmeister Frank Wörndl, Thomas Mayer vom Deutschen Skiverband, Erika Hansmann von "Viva Winter e.V." und als Vertreter von Atomic Manfred Gschaider zahlreichen Aspekten des Wintersports. Zum Ergebnis der Podiumsdiskussion zählt, dass die Massenmärkte erhebliches Gewicht für Arbeit und Einkommen der Anbieter einnehmen, dass Carving, Snowboards, aber auch die Spitzenleistungen vor allem der deutschen "Skiflieger" die Ver-marktungspotenziale gesteigert haben, und dass zunehmend Vernetzungsaspekte auch aus ökologischen Gründen eine Rolle spielen, um die Ressource Natur zu schützen.

Sport und Tourismus

Wissenschaftlich eingeleitet wurde das Forum von Prof. Dr. Walter Freyer, dem Dresdner Sport- und Tourismusmarketing-Experten, der auf die Mega-Märkte Sport und Tourismus einging. Er wies darauf hin, dass trotz der hohen Bedeutung beider Branchen noch viel zu wenige Schnittmengen existierten und forderte zu weiteren Untersuchungen auf. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Christian Wopp aus Osnabrück, auch als Trend- und Zukunftsforscher bekannt, wies allerdings auf die Risiken hin, wenn der Globus zum Sportplatz wird. Beendet wurde die Forumsveranstaltung durch den Vortrag des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Dr. Walter Döring, der im Anschluss an die Verleihung von drei Sponsor-Nachwuchs-Preisen auf die innovativen Dienstleistungen einging, die durch sporttouristische Projekte entstehen.

Markenzeichen der Heidelberger Sportbusiness-Foren sind ihre von Beginn an gelungenen Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen, die durch diese zum Teil mehrjährigen Hochschul-Sponsoring-Aktivitäten ihre spezifischen Zielgruppen ansprechen wollen. Auch die 4. Auflage der Heidelberger Sportbusiness-Foren ist das Risiko eingegangen, sich zwischen die Stühle von Sport- und Tourismus-Fachleuten zu begeben. Der Blick in die Teilnehmerliste zeigt, dass der eingeschlagene Kurs sowohl vom sport- als auch vom tourismuswissenschaftlichen Nachwuchs angenommen wurde. Die Teilnehmer selbst zeigten sich mit den präsentierten Inhalten im Forum und in der Informationsbörse sehr zufrieden – eine für das aus ehemaligen und aktuellen Studierenden bestehende Forums-Team erfreut aufgenommene Belohnung.

Gerhard Trosien punkt

 

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Updated: 12.07.2000