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Grünes Licht für neue Studiengänge

An der Universität Heidelberg wird es neue innovative Lehrangebote geben: den Bachelor/Master-Studiengang "Molekulare Biotechnologie", den Master-Studiengang "Molecular and Cellular Biology" und den dreisemestrigen Aufbaustudiengang "Informationsmanagement in der Medizin" für Ärzte. Während der Senat der Universität Heidelberg den neuen Angeboten zustimmte, steht die Genehmigung des Wissenschaftsministeriums zum Teil noch aus.

Wie Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke Anfang Mai vor dem Senat hervorhob, soll der BA/MA-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" durch seine international üblichen und anerkannten Abschlüsse "der fortschreitenden Internationalisierung auf dem Bildungsmarkt besser Rechnung tragen".

Zur Umsetzung des Konzepts hatte der Senat im November letzten Jahres eine beratende Kommission eingesetzt, deren Aufgabe es war, einen Studienplan und eine Studienordnung sowie Vorschläge zur Organisation des neuen Studiengangs auszuarbeiten. Ende Februar legte die Kommission Entwürfe für den Studiengang vor, der ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Master-Studium umfassen soll. Studienerfolg und Studienfortschritt werden über "Credit Points" erfasst und bewertet. Prof. Dr. Michael Wink, Dekan der Fakultät für Pharmazie und Vorsitzender der Senatskommission: "Die fachübergreifenden Studiengänge Molekulare Biotechnologie und Pharmazie sollen zukünftig keiner einzelnen Fakultät zugeordnet sein." Statt dessen entsenden die betroffenen Fakultäten ihre Vertreter in eine gemeinsame Studienfakultät. Diesen Planungen gab der Senat im Mai "grünes Licht". Der neue Studiengang soll –sofern das Wissenschaftsministerium zustimmt –zum Wintersemester 2000/2001 eingeführt werden.

Für Bewerber aus dem Ausland

Der geplante Master-Studiengang "Molecular and Cellular Biology" wendet sich an Bewerber aus dem Ausland, die einen entsprechenden BA-Abschluss aufweisen, und an deutsche Absolventen mit einer Zwischenprüfung plus einem zusätzlichen Hauptstudium von zwei Semestern als Äquivalent für einen ausländischen BA-Abschluss. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium wird diesen Master-Studiengang für vier Jahre genehmigen, allerdings mit der Auflage, dass nach einem Jahr der Genehmigung ein BA-Studiengang und -Abschluss an der Universität Heidelberg konzipiert und eingeführt worden ist.

Einmalig im deutschen Sprachraum

In seiner Sitzung Mitte Juni stimmte der Senat der Einrichtung eines Master-Studiengangs "Informationsmanagement in der Medizin" zu. Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke betonte, das neue Angebot sei schon vor der aktuellen "Green-card-Diskussion" geplant worden. "Ziel des dreisemestrigen Master-Studienganges ist es, die Absolventen in der systematischen Verarbeitung von Informationen und der effizienten Nutzung der Informationstechnik in der Medizin und im Gesundheitswesen auszubilden", sagte Siebke.

Prorektor Prof. Dr. Jochen Tröger hob hervor, mit der Gründung des Aufbaustudiengangs werde "die bisher im Studiengang ‚Medizinische Informatik' so erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Heilbronn und der Universität Heidelberg fortgesetzt und erweitert". Das Ergebnis dieser beispielhaften Kommunikation werde dazu beitragen, das von Wirtschaft und Politik beklagte personelle Defizit im Bereich der Informatik zu vermindern.

Siebke: "Der Studiengang richtet sich an Ärzte, die sich auf dem Gebiet des Informationsmanagements in der Medizin eine Zusatzqualifikation schaffen wollen, die heutzutage gute Berufschancen eröffnet." Die Absolventen sollen auch in der Lage sein, die Auswirkungen der neuen technischen Möglichkeiten auf die Patienten und auf die Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu berücksichtigen.

Prof. Dr. Jochen Tröger unterstrich den sehr großen Bedarf an Medizin-Informatikern, der zurzeit nicht gedeckt werden kann. "Elektronische Patientenakten, automatische Befundschreibung mit sofortiger elektronischer Archivierung und elektronischer Bildtransfer sind nur einige der zahlreichen Felder, in denen Medizin-Informatiker gebraucht werden", kommentierte Tröger. "Der geplante neue Aufbaustudiengang kann nun durch zügige Bearbeitung in Heidelberg und Heilbronn und schnelle Zustimmung durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst ab Wintersemester 2000/2001 belegt und mit dem Master of Science abgeschlossen werden."

"Bisher mussten Ärztinnen und Ärzte aus dem deutschen Sprachraum, die einen Universitätsabschluss in Medizinischer Informatik anstrebten, entweder ein komplettes Diplomstudium absolvieren oder ins Ausland gehen, zum Beispiel in die USA", konkretisieren die Verantwortlichen Prof. Dr. Reinhold Haux (Heidelberg) und Prof. Dr. Diana Schmidt (Heilbronn).

Michael Schwarz

 

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Updated: 07.07.2000