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Editorial

Alle reden vom Internet. Geht es an der Börse um das magische "dot.com", blüht die Fantasie wie sonst kaum auf der Welt. Virtuelle Universitäten lösen in den Köpfen schon längst die traditionelle Alma Mater ab. Ein Rausch ohne Ende? Ohne Kater und Crash? Was steckt hinter der Euphorie, wenn es um die Universität Heidelberg und ihren Web-Auftritt geht? – Wir haben uns die Statistik angesehen: In einer durchschnittlichen Woche im Mai zogen die Seiten auf dem zentralen Web-Server der Universität 43 038 Besuche an. Addiert man dazu die visits auf den 130 000 Seiten und den Datenbanken der Uni-Verwaltung, der Fakultäten und Institute, zeigt sich die virtuelle Anziehungskraft noch deutlicher. Interessant ist, woher die Gäste stammten: Deutschland führt naturgemäß mit mindestens 47 Prozent, aber aus fast jedem Land der Welt schauten Besucher herein. Immerhin kam die US-Regierung sechsmal in der besagten Woche und blieb 13 Minuten, das US-Militär gar 15. Ein Fan aus dem Vatikan ist regelmäßig zu Gast. Nun lässt sich an einer klassischen Universität trefflich sinnieren über den Wandel der Zeiten. Bilder steigen empor von Magistern, die an den Bursen im Umfeld der mittelalterlichen Universitas heidelbergensis jeden Sonntag einzelne Buchseiten von Hand mit ihren Schülern kopierten. Die Macht des geschriebenen Wortes ist an kaum einem Ort der Welt so offenkundig wie in Heidelberg. Nicht ohne Grund versuchte der Papst 1622, sie zu begrenzen. Wenn also heute interessierte Leser und Forscher eine halbe Million Heidelberger Seiten pro Woche auf den Bildschirm rufen, wird diese Zahl in den kommenden Jahren explodieren – und das ist auch gut so. Nun sind wir keine Klickzahl-Fetischisten. Und wir haben keine Angst: Der persönliche Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden wird in näherer Zukunft das Wichtigste bleiben.
Michael Schwarz punkt

 

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Updated: 12.07.2000