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"Brockhaus Enzyklopädie 2000" für die Universität Heidelberg

Unter der Überschrift "Wer bekommt den Super-Brockhaus?" hatte die Zeitschrift Hörzu ihre Leser über den zukünftigen Standort des Nachschlagewerks entscheiden lassen.

Die Universität Heidelberg landete in der Lesergunst auf Platz 4, hinter dem Gutenberg-Museum in Mainz, dem Deutschen Museum in München und der Bibliothek des Bundestags in Berlin. "Wir freuen uns über diese Wahl und machen das Kunst- und Wissenswerk gerne für alle Nutzer der Universitätsbibliothek zugänglich", sagte Prorektor Prof. Dr. Jochen Tröger bei der Übergabe der Sonderedition des modernsten und umfangreichsten Großlexikons in deutscher Sprache.

Die auf 2000 Exemplare limitierte "Brockhaus Enzyklopädie 2000" ist inhaltlich identisch mit der aktuellen 20. Auflage des Nachschlagewerks und besticht vor allem durch ihr völlig neues und aufwendig gestaltetes Erscheinungsbild. Es war der Wunsch des Mannheimer Lexikonverlags F. A. Brockhaus, mit einem neuen, Aufsehen erregenden Einband ins 3. Jahrtausend zu starten. Epochenbilanz und Wissensspeicher – beides sollte in einer limitierten Jahrtausend-Edition künstlerische Gestalt annehmen.

Nur ein Universaltalent wie André Heller konnte diese Idee realisieren. Während die Enzyklopädie die Vielfalt der Welt sprachlich zu fassen versucht, geht Heller diese Aufgabe sinnlich-plastisch an. Die Einbände der "Brockhaus Enzyklopädie 2000" sind versehen mit kleinen Vitrinen, die den Blick freigeben auf insgesamt 312 authentische Objekte aus allen Kontinenten, aus vielen Kulturen und Epochen, die das wechselvolle Leben auf der Erde dokumentieren. Jedes Fundstück, sei es aus Metall, Holz, Stoff oder Plastik, steht für einen historischen Moment oder eine alltägliche Begebenheit. Prominentes erscheint neben Gewöhnlichem, Künstliches neben Natürlichem: ein Teil des Begrüßungs-schals des Dalai-Lama neben einem Mao-Abzeichen aus China oder ein Stück des legendären Silberpfeils von Mercedes neben einem Goldlack-Spiegel aus Varanasi.

Auch die Gestaltung der Buchrücken greift den weltumspannenden Charakter der Enzyklopädie auf: Der Name "Brockhaus" erscheint in den wichtigsten heute noch verwendeten Schriftsprachen der Erde. Jede dieser Schriften korrespondiert mit einem aufwendig konstruierten Hologramm: So zeigt beispielsweise das Hologramm des griechisch beschrifteten Bandes die Akropolis oder das des russisch beschrifteten den Kreml.

Noch eine weitere Dimension der Schrift wird in der Gestaltung gewürdigt: Verfolgt der Betrachter die Prägungen des Namens "Brockhaus" auf den schwarzen Vorsatzblättern der einzelnen Bände, so erlebt er einen Streifzug durch die Geschichte der Typographie: von der römischen Antiqua bis zur modernen Computerschrift.

Die aufwendige Gestaltung der Jahrtausend-Edition erforderte einen fast ausschließlich von Handarbeit geprägten Produktionsablauf, der die künstlerische Idee umsetzt und gleichzeitig die Gebrauchsfähigkeit der Bücher garantiert . So ist jeder Band und jede Serie der "Brockhaus Enzyklopädie 2000" ein wertvolles Unikat.

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Updated: 12.07.2000