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Kein "Bücherstall", sondern Arena "leidenschaftlicher Besonnenheit"

Die größte Spezialbibliothek Deutschlands über Südasien ist nach der Renovierung wieder voll zu benutzen
Die Universität Heidelberg birgt viele Schätze. Einer davon ist die größte Spezialbibliothek über Südasien in Deutschland am Südasieninstitut (SAI). Nach der aufwändigen Renovierung stehen den Studenten auf 1700 Quadratmetern Gesamtfläche wieder 220 000 Bücher, 500 Zeitschriften und zwölf Tageszeitungen Südasiens uneingeschränkt zur Verfügung.
Umbau der SAI-Bibliothek
Strahlende Gesichter über den Umbau der Bibliothek des SAI: (v.l.) Direktor Prof. Axel Michaels, Prorektor Prof. Angelos Chaniotis, Rolf Stroux vom Unibauamt und Architekt Ludwig Schwöbel.
Foto : Kresin

Der Geschäftsführende Direktor Professor Dr. Axel Michaels war bei der Wiedereröffnung sichtlich stolz auf sein Herzstück. Er zitierte den Kulturhistoriker Aby Warburg, der seine Privatbibliothek einen "Büchertrutzkasten" nannte, "der außen nicht verlautbart, dass sich hinten eine Arena leidenschaftlicher Besonnenheit befindet." Dies treffe auch auf die Bibliothek des SAI zu.

Neben den fast unzähligen Büchern wird zudem ein spezielles Zeitschriften- und Zeitungsarchiv mit einer systematischen Sammlung von Zeitungsausschnitten, vielen Spezialsammlungen zur Indologie und Geschichte, Geographie, Ethnologie, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft Südasiens angeboten. Dabei fing diese Arena "leidenschaftlicher Besonnenheit" ganz klein an. Die Basis bildeten die Nachlässe der Indologen Wilhelm Geiger und Max Walleser von gerade mal 2500 Büchern. Doch dann wuchs das Institut und mit ihm die Bibliothek rapide. Was zunächst mehr als ein Dokumentations- und Informationszentrum gedacht war, entwickelte sich immer mehr zu einer großen Bibliothek, die im Bau eigentlich nicht vorgesehen war. Krakenhaft breitete sich die Bibliothek in den verwinkelten Kellern aus, in immer unheimlicheren Gängen über Treppen und Steigen. Durch den jetzigen Umbau, geplant vom Mannheimer Architektenbüro Schwöbel und Mäurer, wurde ein zentraler Eingang geschaffen, das Treppenhaus erweitert, und eine neu angeschaffte moderne Computerausstattung erleichtert den Studierenden wie dem Personal die Arbeit. Der Kern der Renovierung lag bei der Einrichtung eines Leseraumes mit Computerarbeitsplätzen, den die Studierenden bisher vergeblich suchten.

"Nun hat das SAI ein Herz bekommen", freute sich Michaels bei der Eröffnung. "Die Institutsbibliothek ist jetzt nicht mehr bloß ein Bücherstall, sondern sie ist lebendig geworden", sagte der Direktor. Professor Angelos Chaniotis, Prorektor der Universität, nannte das SAI ein "Zentrum der Exzellenz" und die Bibliothek "einen Raum der Begegnung, von zukünftigen Projekten und neuen Ideen". Damit ist die Bibliothek wieder zu dem geworden, was sie sein soll: ein Ort effektiven Lernens und Arbeitens.

Die Renovierung kostete das Land 2,5 Millionen Mark. Hinzu kommen noch 220 000 Mark für die Erstausstattung von der Universität. Während des zehnmonatigen Umbaus schloss die Bibliothek nie völlig. Während der "harten Phase" wurde sogar ein Holdienst eingerichtet: Für dringende Bücherwünsche kraxelten die Mitarbeiter über Steine und Gerüste zu den Regalen.

Georg Sposny ende

 

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Updated: 20.02.2002