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Neue Initiative: Informationstag für ausländische Doktoranden

Prorektor Chaniotis: "Bedeutendes inneruniversitäres Austauschforum für unsere ausländischen Promovenden geschaffen"
Im Rahmen des Tutoriums für ausländische Doktoranden der Universität Heidelberg wurde am 21. November 2001 erstmalig ein Informationstag für ausländische Doktoranden abgehalten. "Mit der Einrichtung eines solchen Informationstags ist es gelungen, ein bedeutendes inneruniversitäres Austauschforum für unsere ausländischen Promovenden zu schaffen", eröffnete Professor Dr. Angelos Chaniotis, Prorektor für internationale Angelegenheiten, diesen Tag und betonte im Rückblick auf seine eigene Promotionszeit an der Universität Heidelberg die Wichtigkeit einer solchen Initiative, die den ausländischen Doktoranden effiziente und umfassende Orientierungshilfen in einem eintägigen Kompaktprogramm bietet.
Tutorium
Tutoriumsidee von Dr. Ulrike Senger vom Tutorium für ausländische Doktorandinnen und Doktoranden
Graphische Umsetzung : Mykola Tymchenko

"Die persönlichen Gespräche mit den ausländischen Doktoranden, die ich in meiner Sprechstunde führe", berichtet Dr. Ulrike Senger, die Leiterin des Tutoriums für ausländische Doktoranden, "lassen erkennen, dass sich die ausländischen Studierenden gerade zu Beginn ihres Promotionsstudiums als Pioniere erfahren, die aufgrund des Eintauchens in eine ihnen fremde Wissenschaftskultur und Universitätsorganisation unbekanntes Neuland betreten, und dass mancher ausländische Doktorand erst über abenteuerliche und zeitraubende Odysseen durch die deutsche Universitätslandschaft zum gewünschten Ziel gelangt.

Inneruniversitäres Informations- und Diskussionsforum

Um hier Abhilfe zu schaffen und den bestehenden Informationsbedarf von Seiten der ausländischen Doktoranden zu decken, habe ich im Rahmen des Tutoriums diesen Doktorandentag eingeführt, um den ausländischen Promovenden das Rüstzeug für alle Phasen der Promotion von den ersten administrativen Hürden bis hin zur Drucklegung der Dissertation an die Hand zu geben. Denn das wissenschaftliche Gelingen einer Dissertation ist letztendlich auch davon abhängig, dass die entsprechenden Rahmenbedingungen geklärt sind." Dieser Informationstag, der von den ausländischen Doktoranden auf den ausliegenden Meinungsbildbögen beispielsweise als "absolutes Highlight des universitären Alltags", als "sehr beeindruckende, vielseitige und notwendige Initiative", als "unschätzbarer Wissenszuwachs sowohl für neue als auch ‚alte' Doktoranden" oder einfach als "sehr positiv, weil viel Zeit sparend" dokumentiert wurde, führte erstmals alle Ansprechpartner und Institutionen der Universität Heidelberg, in deren Kompetenz- und Zuständigkeitsbereich die Betreuung ausländischer Doktoranden in wissenschaftlicher, sozialer und administrativer Hinsicht liegt, zusammen und lud zum Austausch mit den ausländischen Wissenschaftlern ein.

Die Vorstellung des fächerübergreifenden Lehrangebots des Tutoriums für ausländische Doktoranden und die Darlegung des Forschungs- und Lehrprofils der Fakultäten durch die jeweiligen Dekane, Prodekane oder Studiendekane standen gleichermaßen auf dem Programm wie Kurzvorträge über die studienbegleitende Fremdsprachenausbildung, die Möglichkeiten der Promotionsförderung, die Gremien und Strukturen der Universität Heidelberg, die wissenschaftliche Laufbahn und die aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen in Deutschland. Die bibliographischen Hilfen der Universitätsbibliothek wie die virtuelle Bibliothek oder die elektronischen Datenbanken wurden ebenfalls vor Augen geführt.

Einen weiteren, den Tag abschließenden Höhepunkt bildete der abendliche Erfahrungsaustausch über das Promotionsstudium an der Universität Heidelberg mit Prorektor Chaniotis, Dr. Senger und fortgeschrittenen ausländischen Doktoranden verschiedener Fächer, um die Neuankömmlinge in die akademische Gemeinschaft des Tutoriums für ausländische Doktoranden aufzunehmen. Hier wurde neben verschiedenen Ratschlägen von Seiten der bereits erfahrenen Doktorandenkollegen zur effizienten Organisation der Arbeit an der Dissertation auch die Frage diskutiert, inwiefern der Forschungsaufenthalt an der Universität Heidelberg in der Auseinandersetzung mit der deutschen Kultur zur individuellen Persönlichkeitsbildung beiträgt, die Wissenschaftlerbiographie bereichert beziehungsweise entscheidend prägt, und wie nach Abschluss der Promotion das in Heidelberg erworbene Wissen in das berufliche und soziale Umfeld des Heimatlandes eingebracht werden kann.

Das Tutorium für ausländische Doktoranden

In diesem Sinne versteht sich das Tutorium für ausländische Doktoranden, das vor dreieinhalb Jahren von Dr. Senger gegründet wurde und die für diese Idee und deren institutionelle Umsetzung für den Landeslehrpreis 2001 der Universität Heidelberg nominiert wurde, als Stätte der interkulturellen Verständigung.

Dieses Anliegen veranschaulicht auch das Logo des Tutoriums, das die Eröffnungsseite der einzurichtenden Homepages zum Lehr- und Veranstaltungsangebot des Tutoriums für ausländische Doktoranden darstellen wird. Das Tutorium ruht auf den vier Säulen Deutsche Wissenschaftsmethodik, Deutsche Wissenschaftssprache, Interkulturelle Kompetenz, Interdisziplinäre Kooperation (vergleiche Forschung & Lehre 2002/1, S.29-30). Wie die Sinnbilder der Gründungsfakultäten Theologie, Jura, Medizin, Artes Liberales – vergleiche die Deckengemälde der Alten Aula – stellvertretend auf alle Fakultäten der Universität Heidelberg verweisen, gehört das internationale Publikum des Tutoriums, symbolisiert durch die verschiedenen Nationalflaggen, allen Fakultäten, sowohl den geisteswissenschaftlichen als auch den medizinischen und naturwissenschaftlichen, an. Den Mittelpunkt des bildlich nach allen Seiten offen dargestellten Tutoriums bildet die Pallas Athene – die auf der Alten Brücke befindliche Statue – als Göttin der Weisheit und Wissenschaft, nach Friedrich Hölderlin gleichzeitig Schutzpatronin der Stadt Heidelberg, die im Sinne von Friedrich Gundolf den wie die Universität Heidelberg auch das Tutorium tragenden "lebendigen Geist" verströmt.

Dadurch, dass sich die ausländischen Doktoranden mit ihrer kulturellen und fachlichen Kompetenz in Vortragsreihen des Tutoriums wie Das Eigene und das Fremde: Interkulturelle Identität zwischen Tradition und Moderne aktiv einbringen, hat sich das Tutorium an der Universität Heidelberg den Ruf eines bedeutenden Forums der Interkulturalität und Völkerverständigung erworben, das unter anderem sowohl durch das Projekt Ursprungskulturen als auch durch die Gründung eines Sozialen Forums in vielfältiger Weise mit der Stadt Heidelberg, die durch das Schloss repräsentiert wird, kooperiert.

Letztendlich ist dieses Logo Sinnbild dafür, dass die internationale Wissenschaftlergemeinschaft des Tutoriums, die über verschiedene Fächer und Kulturen hinweg in kollegialer und zwischenmenschlicher Solidarität miteinander verbunden ist, den lebendigen – daher auf dem Schaubild Strahlen aussendenden – Heidelberger Geist in alle Welt tragen und verbreiten wird, und ebenso dafür, dass die ausländischen Doktoranden weltvernetzt auch über die Heidelberger Promotionszeit hinaus der Universität Heidelberg verbunden bleiben werden.

Katinka Krug ende

 

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Updated: 20.02.2002