Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Der Museumsmacher

Prof. Dr. Mohammed Saleh zu Gast in Heidelberg
Der derzeitige Gastprofessor am Ägyptologischen Institut ist in Heidelberg ein alter Bekannter: Prof. Dr. Mohammed Saleh aus Kairo hat 1975 an diesem Institut promoviert. Seitdem freilich hat sich einiges ereignet.
Professor Mohammed Saleh

Professor Mohammed Saleh: Kehrt als Gastprofessor nach Heidelberg zurück. Foto : Fink

Den ägyptischen Ägyptologen hat es danach vor allem in die Museumsarbeit verschlagen. Denn abgesehen von seinen zahlreichen wissenschaftlichen Aufgaben an verschiedenen Universitäten, war es die Stelle des Direktors am ehrwürdigen Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo, die ihn sicherlich am meisten geprägt hat. 1981 hatte er sie – als "jüngster Direktor", wie Saleh stolz erwähnt – angetreten, 1998 ging er in den Ruhestand. Was man jedenfalls so Ruhestand nennt, denn schon ein Jahr später wurde er vom ägyptischen Kunstministerium beauftragt, an den Planungen und dem Aufbau eines gigantischen Projekts mitzuwirken.

"The Grand Museum Of Egypt", so lautet der Name eines Museums der Superlative, das in Sichtweite der Pyramiden von Giseh entstehen soll, mit dem Bau soll schon Ende des Jahres begonnen werden. Saleh ist zuständig für den ägyptologischen Teil. Und lauscht man seinen Ausführungen dazu, so kann man sich jetzt schon ganz gut vorstellen, wie es einmal werden wird. "Eine neue Ära in der ägyptischen Museumskultur", so Saleh, werde eingeläutet. Neueste museologische und museumspädagogische Erkenntnisse sollen umgesetzt werden. Zugleich wird mit dem Grand Museum aber auch ein weltweiter Mittelpunkt für Ägyptologen geschaffen, samt Akademie und großer Bibliothek.

Über deren deutsche Vertreter äußerst sich Mohammed Saleh mit großer Ehrfurcht, in einigen Bereichen sei die hiesige Ägyptologie weltweit führend – eine große Wissenschaftstradition, die bis heute fortbestehe. Saleh hofft, dass auch in Zukunft ein, was die Ausstattung angeht, so kleines Fach wie die Ägyptologie weiter die entsprechende Förderung erhält. Das gelte auch für Heidelberg. Das hiesige Institut stelle ein "Minarett", Saleh korrigiert verschmitzt lächelnd: einen "Leuchtturm" in der ägyptologischen Forschung dar, den es zu bewahren gelte.

Abgesehen von der wissenschaftlichen Exzellenz schätzt Mohammed Saleh in Heidelberg die "schöne Atmosphäre", auch er habe "sein Herz in Heidelberg verloren". Insgesamt vier Seminare bietet er in diesem Sommersemester an, zur "Bildenden Kunst", zur "Tempelarchitektur", zur "Privatgrabdekoration" und zum "Tal der Könige". Am Ende des Semesters winkt den Teilnehmern der Seminare eine Exkursion mit dem Museumsprofi Mohammed Saleh nach Basel, wo gerade eine Tutanchamun-Ausstellung zu sehen ist. Das Interesse unter den Studierenden ist groß. Und vielleicht sieht man sich ja später einmal wieder – im Grand Museum of Egypt.

In der Ägyptischen Sammlung im vierten Stock des Kollegiengebäudes im Marstallhof, in dem das Ägyptologische Institut untergebracht ist, kann noch bis Mitte Juli eine Fotoausstellung über das Landleben in Ägypten früher und heute besichtigt werden. Öffnungszeiten: montags bis freitags (außer feiertags) von 17-19 Uhr, sonntags von 11-13 Uhr.
Oliver Fink ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 06.07.2004