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Hier spielt die Musik

Das Collegium Musicum der Universität ist eine Institution
Collegium Musicum – hinter diesem klangvollen Namen stehen das Orchester und die beiden Chöre der Universität Heidelberg. Hier geben Studierende den Ton an, haben eine Menge Spaß und werden von ihren Dirigenten gefordert – beim Orchester nicht nur musikalisch.
Das Collegium Musicum der Universität ist eine Institution

Mächtig zur Sache geht es bei den Proben. Foto : Winter


Das muss man sich einmal vorstellen: Da gibt der Große Unichor ein hervorragendes Konzert und wird trotzdem von der Presse kritisiert – "und zwar für das Publikum, weil es vor Begeisterung so getobt hat." Der langjährige Dirigent Heinz-Rüdiger Drengemann muss immer noch lachen, wenn er sich an diese Situation erinnert, obwohl sie fast zwei Jahrzehnte zurückliegt. Beinahe entschuldigend fügt er hinzu: "Dabei konnten wir doch nichts dafür."

Die Publikumskritik der Presse ist inzwischen verstummt, die Begeisterung der Zuhörer jedoch geblieben. Mit ihren Konzerten zeigen die beiden Chöre und das Orchester immer wieder, welche Bedeutung sie für das universitäre Leben haben. Mittlerweile ist das sogar amtlich: Im Rechenschaftsbericht des Rektorats werden sie als "herausragende kulturelle Leistungsträger" bezeichnet – das Collegium Musicum gehört einfach zum guten Ton. Und daran können die Musiker nicht ganz unschuldig sein.

Jedes Semester liegt ein straff organisierter Probenplan vor ihnen: Bis zum Ende der Vorlesungszeit müssen die Ensembles ihre jeweiligen Programme zur Aufführung bringen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich auch nicht immer die leichtesten Stücke aussuchen. So probt das Uniorchester in diesem Semester Johannes Brahms' "Akademische Festouvertüre" (Gaudeamus igitur), seine 4. Sinfonie sowie das Klavierkonzert a-moll op. 54 von Robert Schumann. Gemeinsam mit dem Großen Chor steht die "D-Dur Messe" von Dvorák und das "Te Deum" von Händel auf dem Programm. Und der Kleine Chor lässt James Bond auf Schlafes Bruder treffen: Bei seinen Konzerten präsentiert er den Zuhörern Filmmusik und Musicalhits, dazugehörige Szenen mit kurzen Filmausschnitten sollen ebenfalls vorgestellt werden.

Damit sich die Ergebnisse der Proben hören lassen können, muss nicht nur innerhalb der Stücke, sondern auch unter den Musikern die Harmonie stimmen. Gemeinschaft entsteht vor allem während der wöchentlichen Proben und durch gemeinsame Unternehmungen wie Probenwochenenden, Partys und auch durch Konzertreisen des Orchesters, die in der Vergangenheit beispielsweise schon nach Bologna, Venedig oder Paris geführt haben. Etwas ganz besonderes haben sich Orchesterdirigent Peter Shannon und einige seiner Musiker in diesem Sommer vorgenommen, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken: Sie werden erbitterte Gegner sein. Denn beim Heidelbergman-Triathlon tritt der Dirigent gegen zwei Musiker-Staffeln an. "Ich hoffe nur, dass die eher auf ihren Instrumenten üben und nicht soviel schwimmen, radfahren oder laufen." Shannon lacht und gibt, bevor er sich wieder der Brahms-Partitur zuwendet, seinen Kontrahenten noch den Tipp: "Ihr müsst nur schneller als die Ratten im Neckar schwimmen!"

Die Probenatmosphäre ist lustig, locker, gleichzeitig sind die Musiker aber auch äußerst konzentriert und zielstrebig bei der Sache. "Ich mache mit, weil ich eine Abwechslung zu meinem normalen Studi-Alltag haben will", erzählt Frauke, die im Chor mitsingt. Und Sibu, der schon längere Zeit im Orchester spielt, ergänzt: "Mir gefällt vor allem die Qualität des Uniorchesters. Außerdem macht es unheimlich viel Spaß mit den Leuten hier zu musizieren."

Bevor man beim Orchester oder beim Großen Chor mitmachen darf, muss man eine kleine Aufnahmeprüfung bestehen – ein paar Takte vorspielen bzw. vorsingen. Der Kleine Chor hingegen steht für alle offen, die lernen wollen, wie chorisches Singen funktioniert. Sein Leiter Xaver Detzel zeigt sich ebenso wie die beiden anderen Dirigenten sehr zufrieden mit den musikbegeisterten Studierenden: "Vor allem ist die Arbeit nicht eingefahren. Die sind immer offen für Neues." Die Konzertgänger dürfen sich also auch in diesem Semester wieder auf viele angenehme Klangerlebnisse freuen.

Termine: Orchesterkonzert am 9. Juli in der Stadthalle, Konzert von Orchester und Großem Chor am 25. Juli in der Aula der Neuen Universität. Ein erstes Konzert des Kleinen Chors findet am 23. Juli in der Erlöserkirche (Heidelberger Plöck) statt. Weitere Infos und Termine unter www.collegium-musicum.uni-hd.de
Ulrich Weiser ende

 

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Updated: 06.07.2004