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Das Portrait

Zwischen Mannheim und Heidelberg

Kooperationsmodell: Prof. Dr. Christoph Böhringer ans Interdisziplinäre Institut für Umweltökonomie berufen
Umwelt und Ökonomie sind keineswegs Gegensätze – im Gegenteil. Neu berufen als ordentlicher Professor an die Heidelberger Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurde jetzt Prof. Dr. Christoph Böhringer; seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der empirischen Analyse aktueller wirtschaftspolitischer Fragen, vornehmlich in Bezug auf die Umwelt-, Energie-, Klimaschutz- und Handelspolitik sowie dem damit verbundenen Strukturwandel auf nationaler und internationaler Ebene.

Einen Schub erfuhr diese Richtung Anfang der neunziger Jahre, sowohl in der universitären, aber auch in der angewandten, industrienahen Forschung, was sicherlich mit einem seitdem geschärften Bewusstsein für Umweltproblematiken zusammenhängt. An Böhringers akademischem Lebenslauf lässt sich das gut ablesen. Nach einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Karlsruhe promovierte der waschechte Schwabe, Jahrgang 1965, an der Universität Stuttgart über das Thema „Allgemeine Gleichgewichtsmodelle als Instrument der energie- und umweltpolitischen Analyse“ (1995), sieben Jahre später erfolgte an der Universität Regensburg die Habilitation im Fach Volkswirtschaftslehre zum Thema „Economics of Climate Change”.

Innerhalb der Volkswirtschaftslehre, erläutert Böhringer, ist die Umwelt- und Resourccenökonomie noch eine junge Richtung, sie greife „mehrere etablierte volkswirtschaftliche Disziplinen auf“: Finanzwissenschaft spiele dabei eine wichtige Rolle (wenn es etwa um marktkonforme Regulierungsinstrumente wie Umweltsteuern geht), ebenso die internationale Handelstheorie (Umweltprobleme sind häufig supranationaler Natur), es gehe aber auch um Fragen industrieökonomischer Art, wie der zuletzt wieder heiß diskutierte Emissionshandel und seine Auswirkungen auf die Marktposition energieintensiver Industrien zeige. Das Besondere aber an der Umweltökonomie als eigener Disziplin sieht Böhringer in der „Notwendigkeit, zum Teil über die klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Analyseansätze hinauszugehen und naturwissenschaftliche Phänomene miteinzubeziehen. Also direkt den interdisziplinären Diskurs zu suchen, beispielsweise mit Hydrologen, mit Klimatologen oder auch Biologen (wenn es um Biodiversität geht).“

Dafür gibt es in Heidelberg bekanntermaßen eine feine Adresse, und dort ist auch Christoph Böhringers neue Stelle verortet: im 1997 gegründeten Interdisziplinären Institut für Umweltökonomie, das sich den Wechselbeziehungen zwischen den ökonomischen Handlungen des Menschen und der lebenserhaltenden natürlichen Umwelt verschrieben hat. Böhringer bestätigt den ausgezeichneten Ruf dieser Institution und würdigt die Verdienste des gerade emeritierten Gründungsdirektors Prof. Dr. Malte Faber. Am dort veranstalteten Graduiertenkolleg „Umwelt- und Ressourcenökonomik“, einem Aushängeschild der Fakultät, ist er beteiligt. Und freut sich auf die jetzt verstärkte Zusammenarbeit.

Ganz alleine werden die Heidelberger Christoph Böhringer allerdings nicht für sich in Anspruch nehmen können. Sie müssen ihn sich teilen mit dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), was Teil eines Kooperationsmodells ist. Dort leitet Böhringer seit 1999 den Forschungsbereich für Umwelt- und Ressourcenökonomie. In der weiter bestehenden Verbindung zu Mannheim sieht er für die Studierenden große Vorteile, vor allem in der noch stärkeren Anbindung an die angewandte Umweltökonomie , die sich am ZEW etwa in vielen Drittmittelprojekten – darunter auch für die EU-Kommission – niederschlägt, die Fragen kreisen hier um Themen wie Nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz oder Umweltinnovation. Und geographisch gesehen ist die Strecke Mannheim-Heidelberg ohnehin nur ein Katzensprung.

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Updated: 22.04.2004