Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Nicht nur Glanz und Glamour

Theater verpflichtet: Judith Hufnagel von der Schauspielgruppe "Die Anstifter" verkleidet sich gerne
Judith Hufnagel gehört seit 1999 zu den „Anstiftern“. Zusammen mit Susanne Kröhl und Eva Lämmerzahl hat sie im März „Honigmond“ von Gabriel Barylli gespielt – und das Publikum nicht nur wegen ihres Leoparden-Outfits begeistert. Wenn die 27-jährige nicht auf der Bühne des Romanischen Kellers steht, studiert sie Moderne Sinologie, Volkswirtschaftslehre und Romanische Sprachwissenschaft. „Unispiegel“-Mitarbeiterin Anne Allmeling unterhielt sich mit ihr.

Du warst gerade einige Wochen mit Proben und Theateraufführungen beschäftigt – gleichzeitig schreibst Du an Deiner Magisterarbeit. Ist das nicht viel zu viel auf einmal?

Hufnagel: Die Produktion von „Honigmond“ war nicht ganz einfach, weil wir – inklusive Regie und Assistenten – nur zu sechst waren. Bei den Proben mussten deshalb immer alle dabei sein. Wir haben im November angefangen; dann lief ein paar Wochen lang gar nichts, weil immer eine fehlte. Erst Mitte Januar haben wir richtig losgelegt. Mit zwei Probenwochenenden im Februar haben die Aufführungen dann gut geklappt. Meine Magisterarbeit ist noch nicht so weit, wie sie sein sollte – das ist wahrscheinlich normal, aber Theater nagt eben auch am Zeitplan.

Ein Theaterstück pro Semester – wie viel Zeit musstest Du für Deine Rollen investieren?

Hufnagel: Schwer zu sagen – das unterschätzt man jedes Mal wieder. Ich glaube, das Studium dauert dadurch schon länger. Gerade die Endphase einer Produktion frisst wahnsinnig viel Zeit, da kann man kaum etwas Sinnvolles nebenher machen. Ich hab’ zwar auch schon mal eine VWL-Klausur am Tag vor der Premiere geschrieben – aber da hat man nicht so viel Seelenruhe.

Wie bist Du denn zum Theaterspielen gekommen?

Hufnagel: Durch Bekannte. Ich hatte zwei Aufführungen von den „Anstiftern“ gesehen, die mir gefallen haben. Dann habe ich gehört, dass sie Leute suchen – und mich vorgestellt. Zu unseren Produktionen gehört ja auch das Vorsprechen.

Kostet Dich das Überwindung? Du musstest Dich in Deinen Rollen ja schon von ganz verschiedenen Seiten zeigen...

Hufnagel: Naja, es gibt immer die Gefahr, dass man sich lächerlich macht – gerade bei einer Komödie wie „Honigmond“. Beim Spielen kann man schwer einschätzen, ob man das lustig fände, wenn man es sieht. Auf der Bühne bin ich gerne richtig verkleidet – furchtbare Klamotten wie meine Leggins in „Gäste“ finde ich deshalb überhaupt nicht tragisch.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Hufnagel: Die Partys nach den Aufführungen – besonders an Tagen, an denen keiner damit rechnet!

Vielleicht auch ein bisschen der Glamour? Theater ist doch auch eine Abwechslung vom Studi-Alltag.

Hufnagel: Ich mach’s nicht, um mir Applaus abzuholen. Vorführungen haben mir schon immer Spaß gemacht.

Wie sehen Deine beruflichen Pläne aus? Spielt Theater da eine Rolle?

Hufnagel: Dramaturgie könnte ich mir vorstellen. Aber generell finde ich den Beziehungsklüngel an Theatern zu anstrengend. Jetzt werde ich mich erst einmal wild bewerben – eher nicht bei Theatern.

Im nächsten Jahr haben die „Anstifter“ ihr zehnjähriges Jubliäum. Was steht da auf dem Programm?

Hufnagel: Zur Zeit noch ein großes Fragezeichen. Das hängt davon ab, wer von den Leuten da ist, wer Regie führen kann und so weiter.

Wirst Du wieder dabei sein?

Hufnagel: Nee – höchstens als Laufbursche. Jetzt, am Ende meines Studiums, kann ich mich nicht festlegen. Und für’s Theater muss man sich verpflichten.

„Die Anstifter“ sind ein freies Ensemble mit vorwiegend studentischen Mitgliedern, das finzanziell auf eigenen Füßen steht. Wer über die Anstifter mehr erfahren möchte: www.theateranstifter.de

ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 22.04.2004