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Forschung in silico

Eröffnet: Neues biowissenschaftliches Zentrum
Das erste deutsche Zentrum für Modellierung und Simulation in den Biowissenschaften (BIOMS) wurde jetzt in Heidelberg eröffnet. Dort werden Modellierung und Computersimulationen zur Erforschung biologischer Systeme eingesetzt. Damit können komplexe biologische Prozesse nicht mehr nur „in vivo“ (am lebenden Organismus) oder „in vitro“ (im Reagenzglas), sondern auch verstärkt „in silico“ (mit Hilfe von Computerprogrammen) erforscht werden.

Die modernen Techniken der Biophysik, Biochemie und der Informationsverarbeitung ermöglichten es in den letzten Jahrzehnten, eine überwältigende Flut biologischer Daten zu erfassen und zu bearbeiten. Für den weiteren Fortschritt ist es allerdings notwendig, Modellvorstellungen zu entwickeln, wie komplexe Systeme des Lebens funktionieren. Diese Modelle müssen mathematisch formuliert und am Computer simuliert werden. Was bei der Konstruktion von Autos, Flugzeugen oder Satelliten längst selbstverständlich ist, soll mit BIOMS jetzt auch den Erkenntnisgewinn in den Biowissenschaften vorantreiben. Wie jüngst im Wissenschaftsmagazin „nature“ berichtet, könnte Deutschland mit BIOMS und weiteren Aktivitäten zum bevorzugten Arbeitsplatz internationaler Spitzenkräfte werden.

Die Mittel des neuen, international einmaligen Zentrums fließen ausschließlich in die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Damit nimmt man auch in der Nachwuchsförderung eine Vorreiterrolle ein. Ab 2006 werden die Gruppen im noch zu erstellenden Gebäude „Bioquant“ untergebracht werden, das Wissenschaftler unter einem Dach versammeln soll, die auf dem Gebiet der quantitativen Analyse molekularer und zellulärer Biosysteme miteinander arbeiten.

Am Zentrum beteiligt sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die EML Research (das Forschungsinstitut der Klaus Tschira Stiftung), das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und die Universität Heidelberg (mit dem Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und dem Zentrum für Molekulare Biologie). Mit 2,5 Millionen Euro finanziert die Klaus Tschira Stiftung ein Drittel des Zentrums, ein weiteres Drittel steuert das Land Baden-Württemberg bei. Die restlichen Mittel erbringen die Universität und beteiligte Forschungsinstitute. Der Förderungszeitraum erstreckt sich auf fünf Jahre.

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Updated: 22.04.2004