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Enge Verzahnung von Theorie und Praxis

Heicumed erhielt Landeslehrpreis 2003 – Staatssekretär Michael Sieber würdigt die Initiative als "besonders innovativ"
Die Arbeitsgruppe „Heicumed“ (Heidelberger Curriculum Medicinale), der die fünf Hochschullehrer Dr. Jana Jünger, Professor Hubert Bardenheuer, Professor Michael Kirschfink, Dr. Jan Schmidt und Dr. Thorsten Steiner angehören, hat den mit 10.000 Euro dotierten Landeslehrpreis 2003 für die Universität Heidelberg erhalten.

Heicumed ist seit 2001 für alle Medizinstudenten der klinischen Semester etabliert. Sie absolvieren mehrwöchige Themenblöcke in den klinischen Fächern und erwerben ihr Wissen über Krankheiten ausgehend vom Beschwerdebild des Patienten. Fächerübergreifende Vorlesungen behandeln Symptome wie „Luftnot“ oder „Kopfschmerz“. Im Gruppenunterricht erproben die Studenten ihre neu erworbenen Fähigkeiten, klinische Fälle zu lösen, u.a. an „simulierten Patienten“, Schauspielern, die jeweils ein Krankheitsbild darstellen. Manuelle Fähigkeiten wie Infusionen legen oder Intubieren werden im „Skills-Lab“ geübt. Externe Begutachtungen der Heidelberger Lehre vor und nach der Einführung von Heicumed haben dem neuen Lehrkonzept seine Qualität bescheinigt.

Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber (MdL), überreichte den Preisträgern die Auszeichnung im Rahmen der Promotionsfeier der Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim. Die in dem neuen klinischen Curriculum Heicumed verwirklichte Verbindung von Theorie und Praxis ist „besonders innovativ und für Baden-Württemberg und die ganze Bundesrepublik beispielgebend“, würdigte Sieber die Preisträger.

Michael Sieber unterstrich die Bedeutung der Lehre an den Hochschulen: „Gute Lehre ist ein wichtiges Leistungsmerkmal der Hochschulen und ein Kernziel der Hochschulpolitik.“ Insbesondere durch die Reform der Medizinerausbildung und die im Sommer 2002 verabschiedete neue ärztliche Approbationsordnung sei den Medizinischen Fakultäten eine große Herausforderung erwachsen. Diese erfordere unter anderem eine Neugliederung des Prüfungswesens, eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie kleinere Gruppengrößen. Weiterhin hob Staatssekretär Michael Sieber hervor, dass die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg die Anforderungen der neuen Approbationsordnung an eine praxisgerechte Medizinerausbildung in hohem Maße erfülle. „Mit Heicumed, das ganz wesentlich zur Qualitätsverbesserung des Medizinstudiums beiträgt, spielt die Universität Heidelberg eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung moderner Unterrichtskonzepte in der Medizinerausbildung“, lobte er die Einrichtung.

Auch der Rektor der Ruprecht-Karls-Universität, Professor Peter Hommelhoff, lobte bei der Preisverleihung das Projekt als „wahrhaft beispielgebend: Angeleitet von einem Lehrprogramm der Harvard Medical School ist dies auf die deutschen und spezifisch Heidelberger Verhältnisse übertragen, angepasst und angereichert worden. Besondere Bedeutung messe ich dabei jenen zehn Monaten in der Medizinerausbildung bei, in denen die Studierenden selbständig wissenschaftlich arbeiten können und sollen.“

Damit habe, so der Rektor, die Fakultät weitblickend ein Zeitfenster geöffnet, um die forschungsorientierte Lehre in Heidelberg zu unterstreichen und zu stärken.

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Updated: 22.04.2004