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Editorial

Nun hat also der Herr Bundeskanzler das Jahr der Innovation ausgerufen. Obwohl die „Weimarer Leitlinien“ der SPD das Wort „Elite“ sorgsam vermeiden, tauchte es zu Jahresbeginn sogleich in allen Medien auf. Jetzt wissen wir also: Der Kanzler hat nichts gegen Elite. Ob es eine Elite-Universität werden soll, vier oder fünf, vielleicht sogar zehn, darüber gibt sich das politische Berlin allerdings konfus und kontrovers wie je – auch, was die gewaltigen Finanzmittel angeht, die für ein halbes Dutzend Bundes-Harvards nötig wären. Immerhin: Dass sich die SPD zur Förderung von Eliten bekennt, ist ein Novum – wenn auch ein sehr spätes – in der Geschichte dieser Republik. „Wir brauchen… auch eine stärkere Förderung von Spitzenleistungen“, heißt es in den neuen Leitlinien der Partei. Die SPD gibt dann zu Papier, sie wolle die Struktur der Hochschullandschaft so verändern, dass sich Spitzenhochschulen etablieren, die auch weltweit „in der ersten Liga mitspielen“ und mit Harvard und Stanford konkurrieren können. Zweifel an den großen Worten dürfen angebracht sein. Schon einmal versprach diese Regierung, was sie nicht hielt: die Zahl der Arbeitslosen drastisch zu senken. Und der Vergleich mit Harvard, von dem 2,4 Milliarden Dollar Jahresetat und 17,5 Milliarden Vermögen kolportiert werden, klingt schon bizarr. Aber: Die Universitäten sollten den überraschenden Kurswechsel der Regierungspartei, sollten ihr Angebot ernst nehmen. Die Universität Heidelberg ist sehr gut positioniert. Das haben die zahllosen Kommentare nach des Kanzlers Kraftwort bestätigt – von Peter Glotz bis hin zu den großen Zeitungen und Sabine Christiansens Talkshow.

Michael Schwarz ende

 

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Updated: 11.02.2004