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Ansteckende Begeisterung

DAAD-Preis geht an den Mediziner Carl Blesius
„Eine der schönsten Traditionen des DAAD“ ist die Vergabe des DAAD-Preises, mit dem akademisches und soziales Engagement ausländischer Studierender gleichermaßen belohnt wird. Mit diesen Worten eröffnete Prorektor Prof. Dr. Angelos Chaniotis seine Laudatio auf Carl Blesius, der nach einem Biologiestudium im texanischen El Paso 1996 das Medizinstudium in Heidelberg aufgenommen hat. Und zu loben war reichlich. Die Liste der Engagements, die der gebürtige Amerikaner vorzuweisen hat, ist außerordentlich.
Carl Blesius erhält den DAAD-Preis

Groß gewachsen: Carl Blesius erhält den DAAD-Preis. Foto : Welker

Carl Blesius setzt sich für internationale Studierende in Heidelberg ein, um sie in das studentische Leben zu integrieren und ihnen einen erfolgreichen Studienaufenthalt zu ermöglichen. Er ist Mitbegründer der Fachschaftsgruppe STIMULUS, zu deren Initiativen es gehört, die Studierenden aktiv an der medizinischen Ausbildung zu beteiligen. Zudem hat er mitgewirkt an der Einrichtung eines rein studentisch organisierten Tutoriums für den vorklinischen Studienabschnitt, das 1998 in das Curriculum integriert wurde. Eine vollständige Aufzählung der übrigen Tätigkeiten kann aus Platzgründen gar nicht geleistet werden. Erwähnt werden muss aber unbedingt jenes Projekt, das den schönen Namen ATHENA trägt und Blesius’ wohl bislang folgenreichstes Engagement an der Ruprecht-Karls-Universität ist.

Schon seit 1999 hat sich Blesius für die Schaffung einer elektronischen Lernumgebung in der medizinischen Lehre eingesetzt, die schließlich zwei Jahre später in eine Kooperation zwischen Medizinischer Fakultät und Universitätsrechenzentrum mündete, genauer: in das Lernportal ATHENA. Die Ausrichtung auf neue Lehr- und Lernmethoden mit der Anwendung computerbasierter Lernwerkzeuge und interaktiver Lernprogramme für „Fallorientiertes Lernen“ soll es unterstützen – und steht zugleich auch allen anderen interessierten Einrichtungen der Universität zur Verfügung, um Kurse durch das Internet zu unterstützen. Die Medizinische Fakultät Heidelberg und die Universität insgesamt nehmen dadurch eine Vorreiterrolle im Bereich des E-Learnings ein.

Keine Frage, E-Learning ist sein Ding und darüber hinaus Thema seiner gerade entstehenden Doktorarbeit. Der groß gewachsene Blesius, der gerade einen Teil seines „Praktischen Jahrs“ (PJ) in den USA absolviert, machte das bei der Preisverleihung deutlich. Bewaffnet mit Beamer und Laptop inszenierte er in der Alten Aula der Universität – vor dem Gemälde „Einzug der Pallas Athene“ (!) – seine Vision eines sinnvoll genutzten Internets, das in der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht mehr wegzudenken ist. Neben der technischen Bewältigung und des organisatorischen Geschicks offenbarte Blesius dabei eine weitere Eigenschaft, ohne die dieses Engagement gar nicht möglich wäre: eine ansteckende Begeisterung für die Sache. Gewohnt hat Blesius übrigens, wie er dankend erwähnte, in einem Heidelberger Studentenwohnheim mit kostenlosem Internetanschluss. Ein besseres Argument für diese angebotene Leistung kann es gar nicht geben.

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Updated: 11.02.2004