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Mittlerweile etabliert

Dritter Workshop zum Thema E-Learning
Bereits zum dritten Mal fand jetzt an der Universität Heidelberg ein Workshop zum Thema "E-Learning" statt. Standen anfangs die Projektbeschreibungen mit Informationen zur Umsetzung im Vordergrund, so diente die diesjährige Veranstaltung verstärkt dem Erfahrungsaustausch. Die präsentierten Projekte stammen aus allen Bereichen universitärer Lehre – von der Medizin über die Philosophie bis hin zur Physik -, genutzt werden unterschiedliche elektronische Medien, seien es Internet, CD-ROM oder Video-DVD. Abgerundet wurde der Workshop durch ein Rahmenprogramm, das aus zwei Vorträgen und einem kontroversen Gespräch bestand.

Nach Begrüßungsansprachen durch Prorektorin Prof. Dr. Silke Leopold und den WWW-Beauftragten der Universität, Andreas Heisel, der die Veranstaltung im Auftrag des Rektorats organisiert hatte, stellten Prof. Michael Hebgen aus dem Universitätsrechenzentrum (URZ) sowie Oliver Emmler von der Medizinischen Fakultät die neue E-Learning-Plattform dotLRN vor. Diese neue Software, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Modulen für Lehrveranstaltungen bietet und sämtlichen Fakultäten zur Verfügung steht, löst das bislang eingesetzte kommerzielle System WebCT ab. Damit wird – in Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge – solch eine technische Plattform nunmehr auf Open-Source-Basis umgesetzt (http://dotlrn.org).

Gewissermaßen den Übergang von den alten zu den neuen Medien demonstrierten danach Dr. Veit Probst, Direktor der gastgebenden Universitätsbibliothek, sowie seine Mitarbeiterin Dr. Maria Effinger. Sie gewährten einen Einblick in die Digitalisierungswerkstatt ihres Hauses, in der das gute alte Buch, aber auch kostbare Handschriften aus dem Mittelalter in digitale Dokumente umgewandelt werden. Das ist sinnvoll, um beispielsweise E-Learning-Plattformen mit umfangreicheren Texten in elektronischer Form auszustatten, im Vordergrund der Präsentation standen allerdings jene Projekte, die vor allem auch der Forschung zugute kommen. Dazu zählt etwa die Digitalisierung spätmittelalterlicher Handschriften aus der "Bibliotheca Palatina" oder die Digitalisierung der Heidelberger Adressbücher 1839 bis 1945 (siehe auch unten). In aufbereiteter Form mit vielfältigen Zugriffsmöglichkeiten stehen sie auf der Homepage der Universitätsbibliothek zur Verfügung (www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/digilit.html).

Den Abschluss des Rahmenprogramms bildete ein engagiert geführtes Streitgespräch zum Thema "Lohnt sich der Aufwand für E-Learning?". Prof. Dr. Marcus Schiltenwolf, Stiftung Orthopädische Universitätsklinik, verneinte die Frage tendenziell. Er bedauerte unter anderem, dass man im Zusammenhang von E-Learning mehr über die technische Realisation spreche als über Inhalte – schließlich sei auch der persönliche Kontakt mit den Studierenden durch nichts zu ersetzen.

Diesem Punkt widersprach Prof. Dr. Joachim Funke, Direktor des Psychologischen Instituts, zwar nicht. Dennoch plädierte er für einen "kreativen Umgang" mit dieser Technik. In puncto Flexibilität – man denke allein an den Faktor Zeit – sei E-Learning unschlagbar, aber auch bei der Initiierung von Lernprozessen habe er sehr gute Erfahrungen gemacht. Sein Fazit: E-Learning ist aus der Lehre nicht mehr wegzudenken.

Der 3. Workshop "E-Learning" ist unter der Adresse www.neuemedien.uni-hd.de dokumentiert.

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Updated: 10.12.2003