Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Jahresfeier der Universität

Im Mittelpunkt stand die 20-jährige Partnerschaft mit der Hebrew University Jerusalem
Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität stand die Partnerschaft mit der Hebrew University in Jerusalem, die seit nunmehr zwanzig Jahren besteht. Deren Präsident, Prof. Dr. Menachem Megidor, sprach ein Grußwort, die Historikerin Dr. Fania Oz-Salzberger hielt eine Festrede mit dem Titel "The Hopes of Heidelberg".

Mit Nachdruck würdigte Megidor in seinem Grußwort die Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen. Dialog und Austausch von Ideen seien die wesentlichen Elemente im akademischen Leben, die es zu bewahren und pflegen gelte. Megidor ging auch ein auf die Terroranschläge, denen in jüngster Zeit auf dem Campus seiner Universität neun Menschen zum Opfer gefallen sind. Dennoch blickt der Präsident der Hebrew University optimistisch in die Zukunft und zeigt sich auch überzeugt, dass man die gegenwärtige Depression in der politischen Situation zumindest langfristig überwinden werde.

Blick in die vollbesetzte Aula der Alten Universität.

Blick in die vollbesetzte Aula der Alten Universität. Die Feierlichkeiten standen dieses Jahr ganz im Zeichen der mittlerweile 20-jährigen Partnerschaft mit der Hebrew University Jerusalem. Foto : Winter

Im Mittelpunkt des bewegenden Vortrags von Dr. Fania Oz-Salzberger stand ein junger Mann aus Russland, der vor genau 105 Jahren an die Ruprecht-Karls-Universität kam, um hier zu promovieren. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Großonkel der Rednerin, den israelischen Religions- und Literaturhistoriker Joseph Klausner (Jahrgang 1874), der der zionistischen Bewegung angehörte und 1919 nach Palästina ging. Als Mitglied der Gründergeneration der Hebrew University in Jerusalem lehrte er dort ab 1925 neuhebräische Literatur, später auch jüdische Geschichte. Oz-Salzberger führte aus, wie ihr "great-great uncle" einst sein Herz an Heidelberg verlor und für ihn diese Stadt zu einem Ort der Hoffnung wurde, da ihm als Jude der Zugang zu russischen Universitäten verweht geblieben war. Eine Hoffnung freilich, die 1933 begraben wurde. Nach 1945 wiederbelebt, forderte Oz-Salzberger dazu auf, sie am Leben zu erhalten: "We must keep these hopes alive today, because they are not only Heidelberg's best hopes, cruelly betrayed but wonderfully alive. They are also Israel's best hopes."

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff war zuvor in seiner Begrüßung unter anderem auf aktuelle hochschulpolitische Themen eingegangen, im Zusammenhang mit den Erfolgen des IMPULSE-Projekts sprach der Rektor von der Universität als einem "majestätischen Tanker", der "in seiner Fahrt erkennbar zugelegt" habe. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Rolf Kentner und Siegfried Kraft die Würde eines Ehrensenators verliehen.

Lesen Sie den Vortrag von Dr. Oz-Salzberger im Internet unter www.uni-heidelberg.de/presse/news/2310salz.html; die Rede des Rektors finden Sie unter: www.uni-heidelberg.de/presse/news/2310jf1.html

ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 10.12.2003