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Editorial

Die wohl größte Präsenz in den Medien unter allen Mitgliedern der Universität Heidelberg hat zurzeit… – Sie werden nicht lange raten müssen – ein Rechtswissenschaftler: der radikale Denker und brillante Kopf Professor Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a.D.. TV-Dokumentarsender geben ihm lange Redezeit, in der sonntäglichen ARD-Talkshow zur prime time sind seine Worte gefragt. Vor großen Auditorien tritt er zur Überzeugungsarbeit an, als hinge sein Wohl und Wehe davon ab, ob er den letzten Steuerbürger dieser verkrusteten Republik von der Kraft seiner Gedankengebilde überzeugt. Und viele sind bereits Paul Kirchhof auf den Weg gefolgt. Zu eingängig ist seine Denkweise, als dass man sich ihr entziehen könnte. Wie sagte er zum Beispiel jüngst in der Alten Aula über das jetzige Steuersystem? "Wenn Menschen sich in einer Personengesellschaft mit Partnern zusammenschließen, die sich nicht kennenlernen wollen, wegen eines Produktes, das sie nicht interessiert, an einem Standort, den sie nie betreten werden – allein in der Sehnsucht nach Verlusten, so stellt dies das Prinzip unseres Wirtschaftens auf den Kopf." Der Steuerrechtslehrer macht klar: Dieses System kann er seinen Studierenden nicht als rechtens vermitteln – eine schallende Ohrfeige für die Politik, ein unhaltbarer Zustand. Nun schlägt Kirchhof vor, alle Subventionen zu streichen, um dadurch die Einkommensteuer auf 15 bis 25 Prozent zu senken. Nur noch eine Einkunftsart soll es geben, nicht mehr sieben. "Freiheitskultur in Deutschland" will Kirchhof so schaffen. Wir wünschen ihm und uns, dass der Coup gelingt.
Michael Schwarz ende

 

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Updated: 10.12.2003