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Arbeitsfeld Umweltschutz

Wie man darauf bestens vorbereitet wird
Rund 4 Prozent der Beschäftigten oder anders ausgedrückt: 1,3 Millionen Menschen arbeiten in der Bundesrepublik Deutschland gegenwärtig im Umweltschutz – Tendenz steigend. Um für diesen Arbeitsmarkt gut gerüstet zu sein, gibt es in Heidelberg seit dem Wintersemester 1995/96 die "Interdisziplinären Ergänzungsstudien Umweltwissenschaften", ein bundesweit einmaliges Projekt.

Eingeladen sind dazu Studierende aus allen Fachbereichen, am Ende winkt ein "Umweltzertifikat". Das erhält, wer außerhalb des eigenen Fachgebiets eine vorgeschriebene Anzahl an zusätzlichen Veranstaltungen im Umfang von 8 Semesterwochenstunden mit umweltwissenschaftlicher Relevanz besucht und dort einen Schein erwirbt; angerechnet werden kann auch ein umweltbezogenes Praktikum in einem Unternehmen. Koordiniert werden die Ergänzungsstudien vom Interdisziplinären Institut für Umweltökonomie, das jedes Semester in allen Fakultäten nach geeigneten Vorlesungen oder Seminaren Ausschau hält. In der Regel handelt es sich also um ohnehin angebotene Veranstaltungen, es gibt allerdings auch solche, die sich ganz gezielt an Studierende der Ergänzungsstudien richten – "Umweltökonomie für Nichtökonomen" beispielsweise im letzten Semester.

Über den Tellerrand des eigenen Fachs blicken

Einen hervorragenden Ruf genießt das Umweltzertifikat in der Industrie. Denn in den wenigsten Fällen ist allein der Spezialist gefragt, sondern solche, die in der Lage sind, über den Tellerrand des eigenen Fachs zu blicken. Vergleichen lässt es sich mit der Attraktivität anderer Zusatzqualifikationen wie Sprachen, Auslandsaufenthalte usw. Gewiss spielt aber auch das Made in Heidelberg eine gewichtige Rolle. Denn schließlich war es Mitte der neunziger Jahre die Wirtschaft, die den exzellenten Standort dieser Universität im Bereich der Umweltwissenschaften erkannte. Und so konnte schließlich mit Unterstützung der Politik das Interdisziplinäre Institut für Umweltökonomie 1997 ins Leben gerufen werden.

Nicht ohne Stolz verweist Prof. Dr. Malte Faber, Leiter dieses Instituts, auf dessen bisherige Erfolgsgeschichte. Etwa 160 Absolventen haben seit dieser Zeit das Umweltzertifikat erworben, schon bald nach Gründung konnte ein Graduiertenkolleg eingerichtet werden, die Zahl der Doktoranden ist seitdem "explosionsartig gestiegen". Und das weltweite Renommee kann sich sehen lassen. Gerne erzählt Faber von einem internationalen Kongress, auf dem die Bemerkung fiel: "Was ist denn hier los, mehr als die Hälfte der deutschen Umweltökonomen kommen ja aus Heidelberg."

Infoveranstaltung zu Semesterbeginn

Auch wenn die Interdisziplinarität erfreulicherweise größer geworden ist, wünscht man sich für die Ergänzungsstudien eine noch stärkere Einbindung der Geisteswissenschaften, etwa der Politikwissenschaften oder auch der Literaturwissenschaften. Studierende sind herzlich eingeladen, aber auch Dozenten dazu aufgerufen, auf geeignete Veranstaltungen in ihrem Bereich aufmerksam zu machen. Am 16. Oktober (13.15 Uhr) wird im Hörsaal 8 der Neuen Universität erstmals eine "Informationsveranstaltung zu den Interdisziplinären Ergänzungsstudien Umweltwissenschaften" stattfinden. Nähere Informationen erteilt Ralph Winkler; Tel. 54 80 19, E-Mail: umwelt@uni-hd.de

Oliver Fink ende

 

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Updated: 16.10.2003