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Lautenschläger-Forschungspreis

Die hoch dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Peter Krammer vom DKFZ
Professor Dr. Peter Krammer, Leiter der Abteilung Immungenetik im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), ist der diesjährige Preisträger des mit 250.000 Euro dotierten Lautenschläger-Forschungspreises der Universität Heidelberg. Ein mit 12 international renommierten Wissenschaftlern besetztes Kuratorium hat das bekannt gegeben.
Prof. Dr. Peter Krammer im Kreise seiner Mitarbeiter. Foto : DKFZ
Prof. Dr. Peter Krammer im Kreise seiner Mitarbeiter. Foto : DKFZ

Ausgezeichnet wird Professor Krammer für seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet des programmierten Zelltods, der Apoptose. Die Apoptose ist die häufigste Form des natürlichen Zelltods im Organismus. Sie dient der Beseitigung von Zellen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, im Laufe der Embryonalentwicklung überflüssig geworden sind oder Fehler im Erbgut aufweisen. Ein Entgleisen des als Schutzmechanismus gedachten programmierten Zellsterbens liegt vielen Krankheiten zu Grunde und kann in zwei Richtungen erfolgen: Zu viel Zelltodaktivität führt zu unkontrolliertem Gewebsuntergang und wird zum Beispiel bei Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Rückenmarksläsionen, AIDS, Parkinson oder Alzheimer beobachtet. Zu wenig Apoptose ist dagegen ein zentrales Problem von Krebs- und Autoimmunerkrankungen.

"Ziel ist es, die Mechanismen des molekularen Zelltodes zu verstehen", erläutert Prof. Krammer seine Forschungsarbeit. Letztlich möchte man in der Lage sein, in die jeweils andere Richtung gegenzusteuern, um so die genannten Krankheiten besser behandelbar zu machen. Als richtungsweisend hat sich in diesem Fall die enge Kooperation zwischen der Grundlagenforschung im Deutschen Krebsforschungszentrum und der klinischen Forschung an der Universität Heidelberg erwiesen.

Der Lautenschläger-Forschungspreis wird gestiftet von dem Gründer des Finanzdienstleisters MLP AG, Manfred Lautenschläger. Mit dem Preis werden international anerkannte Wissenschaftler der Universität Heidelberg und renommierte ausländische Wissenschaftler ausgezeichnet, die der Universität Heidelberg in wissenschaftlicher Kooperation verbunden sind. Der Preis richtet sich an alle Wissenschaftsbereiche, sowohl in der anwendungsbezogenen Forschung als auch in der Grundlagenforschung. Mit der ungewöhnlich hohen Summe – der Lautenschläger-Forschungspreis zählt zu den höchst dotierten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland – möchte Manfred Lautenschläger auch ein "Signal" setzen und "aufrütteln". Insbesondere staatliche Gelder würden im Moment viel zu wenig fließen. Dabei übersehe man, so Lautenschläger, "dass ein Land insbesondere dann konkurrenzfähig ist, wenn Wissenschaft und Forschung hervorragend funktionieren."

Zur Festveranstaltung am 10. Oktober (nach Redaktionsschluss für diese Ausgabe) wurden erwartet: Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn, die den Preis überreichen soll, sowie als Festredner Jorge Semprún, spanischer Schriftsteller und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

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Updated: 16.10.2003