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Herausragende Bewerberin

Dr. Marina Frost aus Göttingen soll neue Kanzlerin der Universität Heidelberg werden
Dr. Marina Frost soll neue Kanzlerin der Universität Heidelberg werden. Der Senat folgte dem Vorschlag des Wahlausschusses und schlug die Vizepräsidentin der Georg-August-Universität Göttingen dem Ministerpräsidenten Baden-Württembergs zur Ernennung als Kanzlerin vor.
Dr. Marina Frost. Foto : Welker
Dr. Marina Frost. Foto : Welker

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff hob die herausragende Qualifikation der Juristin hervor: "Die vielfältigen Erfahrungen von Frau Dr. Frost, vor allem bei der Umstrukturierung einer Universität, werden für Heidelberg auf dem Weg zu noch mehr Eigenverantwortlichkeit und Wettbewerbsstärke ohne jeden Verzug sehr hilfreich sein." Der Auswahlausschuss kam – so Hommelhoff – zu dem "einhelligen Ergebnis", dass Dr. Marina Frost aufgrund ihrer fachlichen Eignung und Erfahrung sowie ihrer persönlichen Überzeugungskraft eindeutig die herausragende Bewerberin darstellte. Dr. Frost ist seit 11 Jahren Kanzlerin einer Universität – zuerst in Hildesheim, dann in Göttingen –, und war zuvor acht Jahre Forschungs- sowie vier Jahre Personaldezernentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Seit Mitte 2000 setzte sie die komplette Neuorganisation der Universitätsverwaltung Göttingen um. Innerhalb des Projektes "Universität 2001" wurden dort seit Januar 2000 unter ihrer Verantwortung der Globalhaushalt sowie das kaufmännische Rechnungswesen unter Einsatz von SAP eingeführt – wichtige Reformschritte, die die Universität Heidelberg innerhalb ihres Projektes "Impulse" in den letzten Jahren ebenfalls ging. "Die Ernennung von Dr. Frost wird somit auch Kontinuität in einem zentralen Reformprojekt gewährleisten", so Hommelhoff.

Dr. Frost zeichnet in Göttingen für die Konzeptionierung einer neuen Abteilung "Gebäudemanagement" unter Auflösung der bisherigen verstreuten organisatorischen Grundeinheiten verantwortlich. Die Einführungsplanung für ein modernes Computer Aided Facility Management wurde inzwischen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter Hinweis auf den fortschrittlichen Modellcharakter genehmigt. Die Liste der weiteren Reorganisationsprojekte von Dr. Frost reicht von der Geschäftsprozessoptimierung im Bereich Personalwesen über die Reorganisation des Studierendensekretariats und die Optimierung der "Internationalen Bereiche" bis hinein in eine große Zahl weiterer Bereiche der Göttinger Universitätsverwaltung.

Die derzeitige Vizepräsidentin der Georg-August-Universität wurde im Januar 1950 in Marne geboren. 1968 begann sie ihr Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Göttingen, Marburg, Freiburg und Kiel. 1973 legte sie ihre Erste Juristische Staatsprüfung vor dem Oberlandesgericht Schleswig ab, 1975 die Große Juristische Staatsprüfung vor dem Gemeinsamen Prüfungsamt der Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein in Hamburg.

Von 1976 bis 1978 war Marina Frost Richterin an verschiedenen Amtsgerichten, bevor sie als Wissenschaftliche Assistentin bei Prof. Dr. H.E. Henke an die Juristische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wechselte. 1980 wurde sie zum Dr. jur. mit dem Dissertationsthema "Vorvertragliche und vertragliche Schutzpflichten" promoviert. Von 1980 bis 1984 war Dr. Frost Personaldezernentin, ab Januar 1982 Justitiarin des Klinikums der Christian-Albrechts-Universität, von 1984 bis 1992 Forschungsdezernentin. Von 1992 bis 1997 hatte sie die Position der Kanzlerin der Universität Hildesheim inne, seit November 1997 der Universität Göttingen. Dort wurde sie Anfang Oktober 2002 zur hauptamtlichen Vizepräsidentin der Georg-August-Universität ernannt. Nun folgt Marina Frost in Heidelberg Kanzlerin Gräfin Romana vom Hagen nach, die zum Ende des Jahres aus dem Amt aus Altersgründen ausscheidet

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Michael Schwarz ende

 

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Updated: 16.10.2003