Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Editorial

Erwarten Sie – geehrte Studienanfänger und höhere Semester – in Heidelberg gute oder schlechte Lehre? Die Frage dürfte, meine ich, so eigentlich nicht gestellt werden. Natürlich möchten jede Studentin, jeder Student, aber auch ihre Eltern, dass die renommierte Ruprecht-Karls-Universität ihrem Ansehen auch durch hervorragende Lehre und beste Studienbedingungen gerecht wird: durch gute Dozenten, kleine Gruppen, anregendes Lernklima, neueste Medien, unkomplizierten Zugang zu vollen und aktuellen Lehrbuchsammlungen, Tutorien, Mentoren, Coaching, Graduiertenkollegs… plus dem Ambiente und Mythos einer Stadt, die schon die Romantiker begeisterte. Das alles kostet jedoch viel Geld. Im Anblick der dramatischen Finanzlage aller öffentlichen Haushalte und der Versündigung an unseren nachfolgenden Generationen durch einen immer höheren Schuldenberg erscheint mir die Frage erlaubt: Erfordert nicht eine besonders qualifizierte Lehre auch einen finanziellen Beitrag durch die Studierenden? Hierbei geht es nicht darum, den Staat aus seiner Verantwortung zu entlassen. Aber der Staat kann auf breiter Ebene nur mittlere Qualität garantieren. Mit diesem Niveau will sich die Universität Heidelberg nicht zufrieden geben. Müssen wir nicht darüber diskutieren, für zusätzliche Leistungen auch einen Beitrag derjenigen zu erhalten, die davon profitieren? Es geht um Praktika mit kleinen Teilnehmerzahlen, Probeexamina, fachbezogene Fremdsprachen oder "Fitnessprogramme", die Studentinnen und Studenten in die Lage versetzen, erfolgreich an internationalen Wettbewerben wie den Moot Courts teilzunehmen oder bei der Europäischen Union einen raren Praktikumsplatz zu ergattern. "Was nichts kostet, ist auch nichts." Den Volksmund kann man hier nicht zu Rate ziehen, denn ein Mehr an Qualität ist das Ziel. Eine offene und ernste Diskussion könnte gerade jetzt hilfreich sein.
Michael Schwarz ende

 

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Updated: 16.10.2003