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Kunstmarkt heute

Ein klassisches Berufsfeld für Kunsthistoriker
Eines der klassischen Berufsfelder für Kunsthistoriker ist der Kunsthandel. Den Studierenden einen Einblick in seine verschiedenen Sparten zu bieten war Anliegen des Kunsthistorischen Institutes, das zu einem Symposium lud.

Neben der aktuellen Berufssituation wurden die historischen Wurzeln des Kunstmarktes nicht vernachlässigt. Vier Vorträge im ersten Teil der Veranstaltung untersuchten daher Aspekte des Kunsthandels vom 16. bis 20. Jahrhundert. Prof. em. Dr. Alexander Perrig (Frankfurt/M.) zeigte, wie Marktinteressen das Œuvre des renommierten Miniators Giulio Clovio (1498-1578) verschwinden ließen, wurden seine Zeichnungen doch schon im 17. Jahrhundert Michelangelo zugeschrieben. Vermarktungsformen in den frühneuzeitlichen Niederlanden, wo Verkaufsausstellungen, Lotterien und Nachlassauktionen besonders gut dokumentiert sind, erläuterte Prof. Dr. Michael North (Universität Greifswald). Die Rolle des deutschen Kunstmarktes im 18. Jahrhundert analysierte Dr. Tilmann von Stockhausen (Staatl. Kunstsammlungen Dresden) anhand der kaum beachteten Auktionskataloge, die – so seine provokante These -, den Weg in die moderne Kunstgeschichte weisen. Seit wann buddhistische Skulpturen unter ihrem künstlerischen Aspekt geschätzt wurden und Eingang in westliche Sammlungen fanden, referierte Petra Rösch M.A. (Universität Heidelberg).

Die aktuelle Situation des Kunstmarktes bestimmte den zweiten Teil der Veranstaltung. Institutsdirektorin Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma diskutierte mit Dr. Lucas Gloor (Sammlung Bührle, Zürich), Prof. Henrik Hanstein (Kunsthaus Lempertz, Köln), Dr. Benno Lehmann (freischaffender Kunsthistoriker, Mannheim) und Helmut H. Rumbler (Kunsthändler, Frankfurt / Main) über Berufsperspektiven. Einig waren sich alle bei der Frage nach den nötigen Qualifikationen: parallel zum Studium sind Volontariate ebenso wichtig wie kommunikative Fähigkeiten, ein gehöriges Maß an Psychologie, vor allem aber Lust am Verkaufen und Leidenschaft für die Kunst.

Anja Eisenbeiß / Birgit Münch ende

 

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Updated: 09.07.2003