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Kenneth McPherson bringt den Indischen Ozean mit an den Neckar
Mit dem Historiker Dr. Kenneth McPherson kommt der erste Mercator-Professor in den Geisteswissenschaften an die Universität Heidelberg. Zweck dieses von der DFG geförderten Programms ist die Einrichtung des "Indian Ocean Center Heidelberg" (IOCH). Der neue Forschungsbereich entsteht am Südasien-Institut (SAI) und folgt damit einem 1981 an der westaustralischen Curtin University gegründeten Forschungszentrum nach.
Dr. Kenneth McPherson

Foto : Paukert

Kenneth McPhersons Leidenschaft für den Indischen Ozean sei ein "Kind seiner Eltern"; die Familie lebte zehn Generationen in Indien. Sie hatten sein Interesse genährt und seinen "missionarischen Eifer" – wie McPherson scherzhaft bekennt -, mit dem er in Perth 1979 in den ersten Seminaren zum Thema begeisterte Studenten über die 2000 Jahre alte Geschichte der Handelsschiffahrt zwischen dem Horn von Afrika im Westen und Australien im Osten des riesigen Meeres unterrichtete. "Bisher war niemand am Indischen Ozean interessiert; es existierte keine öffentliche Vorstellung von dieser Region, die mehr als 30 Nachbarstaaten umfasst". Dies zu ändern war McPhersons Ziel. Mit dem von ihm gegründeten "Indian Ocean Center" in Perth und seinem wissenschaftlichen Organ, der "Indian Ocean Review", erfuhr diese traditionsreiche Region bald eine deutliche wissenschaftliche und politische Aufwertung.

1990 gründete er im Auftrag des Erziehungsministers das "Indian Ocean Center for Peace Studies", aus dem fünf Jahre später das "Indian Ocean Center" an der Curtin University wurde. 1995 ernannte das australische Außenministerium McPherson zum Berater in Fragen des Indischen Ozeans; so nahm er als Mitglied der australischen Delegation teil an den ersten Gipfeltreffen der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans, die sich 1997 zur "Indian Ocean Rim Association for Regional Cooperation" zusammenschlossen, um die Handelsbeziehungen zu vertiefen.

Noch immer sei er eine "rare commodity", bekennt er schmunzelnd – einer der wenigen Spezialisten auf seinem Gebiet, der zudem über sehr gute Beziehungen zu Wissenschaft, Politik und Wirtschaft verfügt. Die Bandbreite seiner Arbeiten reicht von Sicherheitspolitik über Minoritäten-Fragen bis zur Wirtschaftsgeschichte. Am SAI fühlt sich McPherson an den Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere und an eine für ihn "intellektuell sehr wertvolle Erfahrung" erinnert. Hier lernte er als Humboldt-Stipendiat im Historischen Seminar bei Professor Rothermund interdisziplinäre Forschungsansätze kennen, die heute seine eigene Arbeit kennzeichnen. In den kommenden Monaten will er das neue "Indian Ocean Center" am SAI als einen "Brennpunkt" etablieren, der Forscher im In- und Ausland miteinander verbinden soll. Zur Eröffnungskonferenz im September sind zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aus den Staaten des Indischen Ozeans geladen.

Matthias Paukert ende

 

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Updated: 09.05.2003