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Kein Karriereknick

Wrangell-Programm fördert Habilitandinnen
Sie war 1923 die erste ordentliche Professorin Deutschlands, nachdem sie sich drei Jahre zuvor an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim habilitiert hatte: An Margarete von Wrangell (1877-1935) erinnert der Name eines Habilitationsprogramms für Frauen, welches das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg seit 1997 anbietet.

Nach den jüngsten Bewerbungen gab es landesweit 20 Zusagen – davon gingen sechs an Habilitandinnen der Universität Heidelberg. Es handelt sich um drei Biowissenschaftlerinnen, eine Altertumswissenschaftlerin, eine Mathematikerin und eine Theologin.

Zunächst aber ein paar Zahlen zum Vergleich: Für das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm können sich Wissenschaftlerinnen aus neun Universitäten und sechs Pädagogischen Hochschulen bewerben. Bis Ende Oktober gingen beim Ministerium 63 Bewerbungen ein. So ein Antrag sei mindestens so umfangreich wie einer für ein DFG-Forschungsprojekt, sagt Agnes Speck über den Arbeitsaufwand. Umso beeindruckender sei es, dass bei einer Ausschreibungsfrist von zehn Wochen so viele Anträge eingegangen seien. Über die Vergabe habe eine achtköpfige Kommission von Professorinnen aus Baden Württemberg entschieden, die vom Ministerium berufen worden sei.

Was ändert sich für die sechs ausgewählten Habilitandinnen? Laut Frauenreferentin ist es – bedingt durch die Festanstellung – vor allem das Tempo ihrer wissenschaftlichen Qualifikation, denn der Arbeitsaufwand für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist hoch und natürlich leichter zu bewältigen, wenn man sich auf die Forschung konzentrieren kann. Im Jahr 2002 hat es an der Universität übrigens 100 Habilitationen gegeben, bei einem Frauenanteil von 14 Prozent. "Wir liegen damit zwar im Bundesdurchschnitt, aber die Zahl muss höher werden, denn nur die qualifizierten Frauen können dann auch als Professorinnen berufen werden."

Dagegen sei die Quote bei den Promotionen seit einigen Jahren stabil bei 35 bis 40 Prozent, und es studierten in Heidelberg inzwischen mehr Frauen als Männer. Der "Karriereknick", dass sich nämlich immer noch sehr wenige Frauen für die Laufbahn an der Universität entscheiden, hat laut Speck nach wie vor damit zu tun, dass für die meisten Frauen die Habilitation in die Zeit der Familiengründung fällt. Und die Belastungen der Qualifikationszeit sind oft schwer mit den Familienaufgaben vereinbar – Ausnahmen gibt es aber, die vor allem dann funktionieren, wenn die Partner das wissenschaftliche Streben aktiv unterstützen.

Kaz. ende

 

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Updated: 28.04.2003