Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Brillanter Parcours

Universität veranstaltete Gedenkfeier für Hans Georg Gadamer
Die Tageszeitung "Die Welt" hatte es der Institution Universität "gar nicht mehr zugetraut", ihre "alte Schönheit" so prachtvoll und gleichzeitig so "weltläufig" zu inszenieren. Gemeint war die öffentliche Gedenkfeier der Ruperto Carola zu Ehren Hans Georg Gadamers zum Ende des Wintersemesters.
Jaques Derrida erinnert an Hans Georg Gadamer

Jaques Derrida erinnert an Hans Georg Gadamer. Foto : Kresin

"Jahrzehntelang", so Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff in seiner Begrüßungsansprache, durfte sich die Universität "in dem einzigartigen Glück sonnen, einen der großen Geisteswissenschaftler der Bundesrepublik Deutschland, einen weltberühmten Forscher und begeisternden Lehrer zu den ihren zählen zu dürfen." Und wie zur Illustrierung dieser Aussage platzte die Aula der Neuen Universität bei dieser Abschiedsfeier für den ein Jahr zuvor verstorbenen Philosophen aus allen Nähten. Eine Videoübertragung in die Hörsäle 13 und 14 bündelte die Massen. Gekommen waren Schüler und Kollegen, namhafte Vertreter des öffentlichen Lebens sowie ein Heer von Journalisten.

Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag des ebenfalls weltberühmten Philosophen Jacques Derrida, ein Freund Gadamers zu Lebzeiten, dessen Verfahren der Dekonstruktion sich freilich nicht immer gut mit der Hermeneutik des Heidelberger Philosophen vertrug. So war denn auch die Beziehung der beiden Denker gerade zu Beginn der persönlichen Begegnung nicht immer einfach, woran Derrida in seinem Festvortrag erinnerte. Inzwischen wird jedoch verstärkt über die Gemeinsamkeiten nachgedacht. Und angesichts von Derridas "brillanten Parcours" bei dieser Gedenkfeier jubelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Der Heidelberger Vortrag von Jacques Derrida war ein Signal für die künftigen diplomatischen Beziehungen zweier philosophischer Imperien" – und weiter: er "dürfte in die Geschichte der Beziehungen beider Denker zueinander als der postume Beginn einer Auseinandersetzung Derridas mit der Hermeneutik Gadamers eingehen".

of ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 29.04.2003