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Auswahlsatzungen beschlossen

Die Ruprecht-Karls-Universität verstärkt den "Wettbewerb um die klügsten Köpfe"
Da die älteste Universität Deutschlands mit ihrer klaren Ausrichtung auf die Forschung sehr begehrt bei zukünftigen Studentinnen und Studenten ist, führte sie Zugangsbeschränkungen – einen örtlichen Numerus clausus – in 19 Fächern ein. Hierfür hat der Senat jetzt Auswahlsatzungen beschlossen.
Auswahlsatzung beschlossen

Leistungselemente sollen gezielt in die Vergabe von Studienplätzen einfließen.
Foto : Reinhardt

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff kommentiert: "Wir machen beherzt von den neuen Instrumenten zur Bewerberauswahl Gebrauch – überall dort, wo sie vernünftig sind und wir dies verantworten können." Und Prorektorin Prof. Dr. Silke Leopold, zuständig für Studium und Lehre, ergänzt: "Die Universität Heidelberg verstärkt hierdurch den Wettbewerb um die besten Köpfe."

Die neuen Auswahlsatzungen decken ein sehr breites Fächerspektrum ab. Sie betreffen zum Beispiel die Bachelor-Studiengänge "Translation Studies for Information Technologies", "Anwendungsorientierte Informatik", "Molekulare Biotechnologie", die Diplom-Studiengänge "Dolmetschen/Übersetzen" in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Russisch, aber auch Psychologie im Nebenfach, Sport und andere mehr. Da die Theologische Fakultät für ihren im Aufbau befindlichen "Master of Theological Research" hohe Anforderungen an die Sprachkenntnisse stellt, beschloss der Senat eine Zulassungssatzung, nach der Zeugnisse des Hebraicums, Graecums und Latinums vorgelegt werden müssen.

Die Auswahl setzt von Fach zu Fach unterschiedliche Schwerpunkte. Für den Bachelor-Studiengang "Translation Studies for Information Technologies", dessen Einrichtung das Wissenschaftsministerium noch zustimmen muss, hat sich die Neuphilologische Fakultät entschieden, neben der Bewertung der schulischen Leistung das Kriterium einer Berufsausbildung, praktischen Tätigkeit oder sonstigen außerschulischen Leistung heranzuziehen. Für den Studiengang Sport/Sportwissenschaft mit akademischer Abschlussprüfung (Staatsexamen/Magister), der seit Jahren erfolgreich Auswahlverfahren durchführt, wurden in der neuen Satzung als zusätzliche Kriterien eine Berufsausbildung, Übungsleiter- oder Trainerausbildung und sportliche Auszeichnungen der Bewerberinnen und Bewerber festgelegt.

Im vergangenen Sommer hatte die Universität Heidelberg erstmals im Fach Jura ihre Studienanfänger selbst ausgewählt. "Wir begrüßen es, dass die Studienplätze in der Rechtswissenschaft nicht mehr über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen in Dortmund zugeteilt werden, weil wir nun mehr Leistungselemente gezielt in die Vergabe einfließen lassen können", hatte Rektor Hommelhoff die Haltung der Universität verdeutlicht. Motiviertere und leistungsbereitere Studierende "stellen erhöhte Anforderungen an die Professoren und Dozenten und tragen wesentlich dazu bei, ein intellektuelles Klima zu schaffen, in dem die Juristische Fakultät der Universität Heidelberg weiterhin ihre Spitzenposition in den nationalen Ranglisten behauptet", so Hommelhoff. Das Heidelberger Juraverfahren bewertet der Rektor als "Vorreitermodell für Deutschland"; allerdings dürften seine Kosten nicht vernachlässigt werden.

Grundlage für die neuen Auswahlverfahren ist das Gesetz zur Änderung auswahlrechtlicher Vorschriften im Hochschulbereich vom 11. Dezember 2002 sowie die Neufassung der Hochschulvergabeverordnung vom 13. Januar 2003. In Fächern mit örtlichem Numerus clausus werden künftig 90 Prozent der Studienplätze nach dem Ergebnis der Auswahl vergeben.

MS ende

 

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Updated: 29.04.2003