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Heidelberger Modell

Feine Sache: Das Tutorienprogramm des ZSW
Im gerade begonnenen Jahr beginnt für die Ruprecht-Karls-Universität eine neue Runde beim Beantragen von Tutorien und Tutoriengeldern nach dem sogenannten "Heidelberger Modell" der Abteilung Schlüsselkompetenzen (SLK) des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung (ZSW). Das ist von besonderem Interesse für die mittlerweile über 30 kooperierenden Fächer und ihre für die Organisation der Tutorien zuständigen Koordinatoren. Anlass genug, einmal einen genaueren Blick auf jenes Heidelberger Modell zu werfen.

Als Kompetenz-Center tritt seit 1993 die Abteilung SLK an, um im universitären Kontext den Fakultäten eine umfangreiche Unterstützung bei der Verbesserung der (Aus-) Bildungsqualität zu bieten. Eine nicht gerade selbstverständliche Sache, geht man doch gewöhnlich davon aus, dass Lehre und Kompetenzvermittlung dem Fachbereich obliegen. Hinzu kommt eine nicht minder beispielhafte Fokussierung auf fachübergreifende Kompetenzen, bezogen auf die Anforderungen für verbesserte Lehr- und Lernprozesse.

Ziel: Verbesserung von Studium und Lehre

Konzeptuelle Basis des Abteilungshandelns ist das Heidelberger Modell. Mit großem Erfolg wird ein breites Spektrum von Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre in diesem integrativ angelegten Modell ausgerichtet. In drei Säulen werden Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre angeboten. Da findet sich zunächst die Förderung von Schlüsselkompetenzen in einem universitätsweiten Tutorienprogramm für Studierende (die wir uns noch genauer anschauen werden). Es folgt die didaktische Schulung und Beratung Lehrender des Mittelbaus, die sich als Erstlehrende in der Lehrfunktion an der Universität etablieren. Über die Arbeitsstelle Hochschuldidaktik des Regionalverbunds Heidelberg-Mannheim werden daher didaktische Schulung und Beratung für Lehrende in Form einer Grundausbildung "Lehren & Lernen" sowie weiterführende Kurse zu speziellen Themen angeboten. Über Grund- und Aufbaukurse hinweg gibt es auch die Möglichkeit, am konkreten Unterrichtsentwurf kompetentes Coaching einzuholen.

Eine dritte, nicht minder wichtige Säule stellt die Weiterentwicklung der (Aus-) Bildungsstrukturen dar, worunter die geregelte Zusammenarbeit mit Fakultäten zur (Weiter-) Entwicklung von Curricula zu verstehen ist. Somit werden alle drei Ansatzpunkte der Studienreform – Studium, Lehre und (Aus-) Bildungsstrukturen – durch das Heidelberger Modell gebündelt und auf der Basis einer strukturierten Zusammenarbeit mit den Fakultäten in eine Synergie gebracht.

Das universitätsweite Tutorienprogramm zur Förderung von Schlüsselkompetenzen wird realisiert durch modular aufgebaute Tutorien am Fachbereich für alle relevanten Phasen – vom Übergang Schule-Hochschule und Studieneinstieg bis hin zum Examen. Diese studienbegleitenden Angebote reichen von "Zielorientierter Studienfachwahl" und "Orientierungseinheit für Studienanfänger", "Selbstgesteuertem Lernen", "Vertiefungskursen" (Rhetorik und Präsentation, Zeitmanagement, Wissenschaftliches Schreiben, Klausurvorbereitung) bis hin zur "Zielgerichteten Planung des Hauptstudiums" und "Effektiven Examensvorbereitung". Kern dieser Angebote sind die zu vermittelnden fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen aktiven und eigenständigen Studierens – die Fähigkeit zur eigenverantwortlichen aktiven Orientierung, die Fähigkeit zum zielbewussten Handeln, die Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen und Arbeiten, soziale Kompetenzen sowie deren aller detaillierte Ausprägung.

Didaktik, Gruppenleitung, Moderation

Für die Durchführung dieser Angebote und die Vermittlung der obigen Inhalte werden künftige Tutoren und Tutorinnen fit gemacht. Sie erwerben sich die den Angeboten zugrundeliegenden Konzepte und werden in mehrtägigen kostenlosen Kursen in Didaktik, Gruppenleitung und Moderation ausgebildet. Die Durchführung dieser Ausbildungskurse obliegt den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Abteilung. Die Teilnehmer haben hier auch Gelegenheit, sich in der Leitungsrolle zu erproben und ausführlich Feedback zu erhalten.

Großen Wert legt die Abteilung darauf, dass alle Angebote im Rahmen moderner pädagogischer wie pädagogisch-psychologischer Erkenntnisse von effizientem Lehren und Lernen stehen. Es wird die Didaktik und Methodik zur Förderung von aktivem und selbstgesteuertem Lernen angewandt. Ausgesprochenes Ziel ist es, die Förderung aktiven Studierens und nachhaltigen Lehrens an der Universität im jeweiligen Fachbereich zu verbessern.

Schlüsselkompetenzen vermitteln

Sein Erfolg scheint dem Heidelberger Modell recht zu geben. Seit den 80er Jahren stetig fortentwickelt, wird es einer modernen wissenschaftlichen Auffassung von Studierendenberatung gerecht, die sich nicht mehr ausschließlich als individuelle Beratung von Studierenden mit studienbezogenen Problemen versteht, sondern als Ergebnis des Zusammenspiels von Information, Problemklärung und Kompetenzförderung, eingebettet in die Prinzipen von Qualitäts-, Projekt- und Schnittstellenmanagement innerhalb der Universität. In der Praxis nahmen 2002 über 30 Fächer am Programm teil. In rund 300 Tutoriengruppen wurden und werden Schlüsselkompetenzen an Studierende vermittelt – und die Tendenz ist steigend. Der Ausblick in die Zukunft verheißt Spannendes, so sind über das bisherige Angebot hinaus die Ergänzung bzw. die Erweiterung durch Web-gestützte Lehrmaterialen und Kursmodule vorgesehen.

Der Weg zur Teilnahme am Tutorienprogramm läuft über einen Antrag bei der Abteilung Schlüsselkompetenzen durch die Koordinatoren am Fach. Nähere Informationen über Angebote, richtige Ansprechpartner am Fach oder laufende Beantragungsfristen gibt es unter Tel.: 54 24 44 oder im Internet unter www.uni-heidelberg.de/studium/SLK/

Oliver Ortl ende

 

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Updated: 09.02.2003