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Letzte Ruhestätte

Grabfeld für fehl- und totgeborene Kinder auf dem Bergfriedhof
Auch in Heidelberg haben Eltern jetzt die Möglichkeit, ihre fehl- und totgeborenen Kinder in einem Grabfeld beisetzen zu lassen. Auf dem Heidelberger Bergfriedhof wurde ein Grabfeld seiner Bestimmung übergeben, dessen Einrichtung vom Universitätsklinikum Heidelberg, den Kliniken Salem, St. Elisabeth und St. Josef vereinbart worden ist.
"Ruhestätte für Kinder".

"Ruhestätte für Kinder". Foto : Klinikum

Das Grabfeld ist die letzte Ruhestätte für alle fehlgeborenen oder totgeborenen Kinder in den Heidelberger Kliniken, deren Eltern keine individuelle Bestattung wünschen oder ermöglichen können, insbesondere für Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm, für die zwar ein Bestattungsrecht, aber keine Bestattungspflicht besteht. Die verstorbenen Kinder werden nach einer Kremierung in Sammelurnen anonym und gemeinschaftlich beigesetzt.

Das Grabfeld bietet den Eltern die Möglichkeit des Gedenkens und der Trauer um ihre verlorenen Kinder. "Viele Eltern stehen kurz nach dem Ereignis zu sehr unter Schock, um sich mit einer Bestattung auseinander zu setzen", sagt Dagmar Kreitzscheck, evangelische Pfarrerin an der Universitäts-Frauenklinik. "Später spielt diese Frage oft eine wichtige Rolle, und oft begrüßen sie es, dass es einen Ort zum Trauern gibt." Viermal im Jahr werden künftig im Bergfriedhof überkonfessionelle Trauerfeiern abgehalten, zu denen die Eltern von der Klinikseelsorge eingeladen werden.

Der Grabstein ist entsprechend den Wünschen betroffener Mütter künstlerisch gestaltet worden: Eine spiralförmige Säule aus Buntsandstein symbolisiert den Prozess des Erinnerns und Trauerns, ein Schmetterling erinnert an die ersten Anzeichen der Schwangerschaft und die kurze Zeitspanne, die dem beginnenden Leben vergönnt war. Der Grabstein trägt die Inschrift "Ruhestätte für Kinder, die zu klein oder zu krank waren, um mit uns zu leben".

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Updated: 09.02.2003