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Kunst und Wahnsinn

Die Prinzhorn-Sammlung hat einen neuen Leiter: Dr. Thomas Röske
Die Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg hat einen neuen Leiter. Dr. Thomas Röske ist Nachfolger der kommissarischen Leiterin Dr. Bettina Brand-Claussen.
Kein Unbekannter: Dr. Thomas Röske ist der Sammlung schon lange verbunden.

Kein Unbekannter: Dr. Thomas Röske ist der Sammlung schon lange verbunden. Foto : Welker

Der Kunsthistoriker beschäftigt sich schon seit langer Zeit wissenschaftlich mit dem Thema Kunst und Wahnsinn sowie der Prinzhorn-Sammlung. Sie enthält künstlerische Werke und Aufzeichnungen von psychiatrischen Patienten und wurde in den Jahren 1919 bis 1921 von dem Kunsthistoriker und Assistenzarzt der Heidelberger Psychiatrischen Klinik Hans Prinzhorn (1886 -1933) angelegt. Vor zwei Jahren hat diese einzigartige Sammlung einen umgebauten Pavillon in der Nachbarschaft der Psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg-Bergheim bezogen.

Dr. Thomas Röske wurde1962 in Reinbek bei Hamburg geboren. Von 1981 bis 1986 studierte er an der Universität Hamburg Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Psychologie und promovierte nach seinem Zivildienst an der Rheinischen Landesklinik Langenfeld bei Prof. Dr. Klaus Herding über Hans Prinzhorn. Ein Stipendium der Studienstiftung ermöglichte ihm, Ende 1987 nach Frankfurt am Main zu ziehen und sich ganz dieser Arbeit zu widmen, die er 1991 abschloss (veröffentlicht unter dem Titel "Der Arzt als Künstler. Ästhetik und Psychotherapie bei Hans Prinzhorn", Bielefeld 1995). Nach einem Jahr als Kurator beim Neuen Kunstverein Aschaffenburg wurde er 1993 Assistent am Kunstgeschichtlichen Institut der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt. Hier baute er zusammen mit Prof. Herding das Graduiertenkolleg "Psychische Energien bildender Kunst" auf. Im Jahr 2000 erhielt Dr. Röske ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Projekt "Das Individuum im Bild – Die Idee des Selbstausdrucks in Kunst und Kunsttheorie um 1800". Er unterbrach es im Oktober 2001, um für ein Jahr als Kurator an der Sammlung Prinzhorn zu arbeiten.

Die Sammlung Prinzhorn in ihrem neuen Domizil bietet für Röske eine doppelte Perspektive: Einerseits kann der weltberühmte Fundus wissenschaftlich bearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Andererseits stellt die Sammlung als Forschungseinrichtung einen idealen Ort zum wissenschaftlichen Austausch historischer, medizinischer und sozialwissenschaftlicher Disziplinen über Kunst und Kreativität dar – zumal sie in die Psychiatrische Universitätsklinik eingebunden ist. Künftig sollen hier nicht nur zwei bis vier Ausstellungen im Jahr stattfinden, sondern auch vermehrt Vorträge, Diskussionen und Tagungen. Zur Zeit führt die Frankfurter Zeichnerin Dorothee Rocke einen subtilen Dialog mit Blättern von Hyacinth von Wieser und Paul Goesch, zwei "Stars" der Sammlung. Ergebnisse dieser kreativen Konfrontation werden im Frühjahr zu sehen sein. – Nähere Informationen: www.prinzhorn.uni -hd.de

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Updated: 09.02.2003