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Fünfte Neckarquerung: ein Kompromiss

Der Universität Heidelberg schwebt eine elegante Kombination aus Tunnel und Brücke vor
Eine hoch elegante Brücke mit "Einhausung" soll das Neuenheimer Feld an den überregionalen Verkehr anbinden. Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff stellte jetzt eine neue Planungsvariante vor, die die Nachteile der bisherigen Alternativen überwindet. Die Kombination aus kurzer umhüllter Brücke über Neckar und Naturschutzgebiet sowie kurzem Tunnel im Bereich der Wieblinger Bebauung sei die überzeugendste Lösung, warben Rektor Hommelhoff und der Leitende Baudirektor Rolf Stroux vom Universitätsbauamt.
Fünfte Neckarquerung
Elegant: Kombination aus teilweise umhüllter Brücke über Neckar und Naturschutzgebiet sowie kurzem Tunnel im Bereich der Wieblinger Bebauung. Abb.: Stroux

Der Gemeinderat hat, wenn auch mit knapper Mehrheit, einen Tunnel als fünfte Neckarquerung beschlossen. In dieser Variante muss mit extrem großem Aufwand ein Stollen bergmännisch auf der gesamten Länge unter dem Neckar vorangetrieben werden. "Aus Sicht der Universität ist der Tunnel problematisch, weil er die Neuenheimer Studentenwohnheime buchstäblich ‚einkesseln' würde", sagte Hommelhoff und verwies zudem auf das Land, das die Finanzierung einer solchen Querung ausschließt. Die Alternative, eine alles überspannende Brücke, sei den Anwohnern in Wieblingen nicht zumutbar. Aus diesem Grund habe die Universität seit längerem nach einer Kombination gesucht. In der Zwischenzeit seien auch die naturschutz- und europarechtlichen Aspekte durch Gutachter angesprochen worden. "Umweltschutz muss einen hohen Stellenwert bekommen", so der Rektor.

Rolf Stroux stellte die neue Planungsvariante vor. Die etwa 300 Meter lange Brücke würde Neckar und Kanal frei überspannen, im Naturschutzbereich verkapselt sein und insgesamt zweispurig ausgeführt werden, wobei zusätzliche Stege für Fußgänger und Fahrradfahrer gewünscht sind. Von den Planungen der Stadt hänge es ab, ob auch die Straßenbahn über die Brücke geführt werde. Im Bereich der Wieblinger Bebauung werde die Straße auf etwa 450 Metern Länge "verdeckelt" unter der Oberfläche geführt, die man als Grünanlage gestalten könne.

Rektor Hommelhoff hat die Oberbürgermeisterin gebeten, das Projekt auf seine Machbarkeit zu untersuchen. Für die vielen Wieblinger, die im Neuenheimer Feld arbeiten, bringe der neue Vorschlag "erheblich verkürzte Verkehrszeiten" mit sich. Auch das dortige Freizeitangebot stehe den Anwohnern dann besser zur Verfügung. Noch einmal skizzierte der Rektor die herausragende Bedeutung des Neuenheimer Feldes für die Universität (siehe dazu das Editorial) und einer guten Anbindung: Ansonsten würden "wir im Wettbewerb schlicht untergehen oder uns nach räumlichen Alternativen umsehen müssen". Schließlich brachte er seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die verantwortlichen Entscheidungsträger ihrer Verantwortung gerecht würden wie ihre Vorgänger, die schon vor vierzig Jahren die Neckarquerung als künftig notwendig erkannt und entsprechend gehandelt hatten.

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Updated: 07.12.2002