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Freundschaften durch Zusammenleben schaffen

Grundstein für internationales Studentenwohnheim gelegt – Neubau durch Spende der Max-Kade-Stiftung möglich
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist gerade für Studierende äußerst gespannt. Für Abhilfe sorgt ab nächstem Jahr ein neues Studentenwohnheim, für das jetzt der Grundstein gelegt wurde. Finanziert wird der Bau u.a. durch eine großzügige Spende der New Yorker Max-Kade-Stiftung, ohne die dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können.

"Mit diesem zweiten Max-Kade-Haus engagiert sich die Stiftung nach vierzig Jahren erneut weithin wahrnehmbar in der Ruprecht-Karls-Universität und bestätigt damit ein weiteres Mal das besondere Engagement US-amerikanischer Bürger und Einrichtungen für Deutschland und seine Universitäten", sagte Rektor Prof. Hommelhoff bei der feierlichen Grundsteinlegung. Und weiter: Wenn Max Kade, aufgewachsen in Schwäbisch-Hall und anfangs des vergangenen Jahrhunderts ausgewandert in die Vereinigten Staaten, sich zum Ziel gesetzt hatte, sein Vermögen einzusetzen, um die Begegnung von jungen Amerikanern und Deutschen zu ermöglichen, so verstehe sich das keineswegs von selbst; denn dies Ziel setzte sich Kade 1944, als die Amerikaner gerade in der Normandie gelandet waren, um Europa von der Geißel des Naziterrors zu befreien. Diesem Weitblick und diesem tatkräftigen Engagement amerikanischer Bürger und seiner Regierungen verdanke Deutschland die Wiedergewinnung von Demokratie und Rechtsstaat, den Schutz im Kalten Krieg, die Rettung und Bewahrung Berlins und letztlich zu großen Teilen auch die Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit.

"Die Zuwendung der Vereinigten Staaten und seiner Bürger zu Europa und zu Deutschland ist ein kostbares Gut, das vor allem uns Deutsche verpflichtet", so Hommelhoff weiter. Daher sei es dem Rektor gerade in dieser Zeit eine besondere Freude gewesen, nach Max Kade nun auch dem bei der Grundsteinlegung anwesenden Präsidenten der Max-Kade-Stiftung, Dr. Hans G. Hachmann, die herausragende Würde eines Ehrensenators verleihen zu dürfen (siehe den Bericht dazu auf Seite 2). "Die Universitäten brauchen das großzügige Engagement Privater." Nicht allein deshalb, um Aufgaben zu erfüllen, für die dem Staat das Geld fehle, sondern vor allem um Projekte anzustoßen, die staatlich im Anschluss finanziert werden können, oder gar Sonderprojekte zu verwirklichen, die der Staat überhaupt nicht (mehr) finanzieren will.

Max Kade, ein schwäbischer Emmigrant, der Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA ausgewandert war, hatte dort ein Vermögen mit pharmazeutischen Produkten gemacht. Einen Großteil seines Reichtums brachte er in eine gemeinnützige Stiftung ein, die neben Hochschuleinrichtungen und Stipendien für Studierende und junge Wissenschaftler in Deutschland und den USA auch Studentenwohnheime finanziert. Motto der Stiftung ist "Freundschaft dort zu schaffen, wo einst Feindschaft herrschte".

Heidelberger Studierende haben schon einmal Hilfe von der Max-Kade-Stiftung bekommen: In den sechziger Jahren gab es einen Zuschuss für das Max-Kade-Haus Im Neuenheimer Feld 684. Auch das zweite Max-Kade-Haus entsteht dort, in direkter Nachbarschaft des Wohnheims INF 133. Mit dem bereits vorhandenen Hochhaus wird der aus drei niedrigen Baukörpern bestehende Neubau eine harmonische Einheit um einen gemeinsamen großräumigen und begrünten Innenhof bilden.

76 Studierende aus aller Welt werden ab dem Wintersemester 2003/2004 in dem neuen Wohnheim zusammen leben, ein Teil der Zimmer wird für Studierende aus den USA reserviert werden. Raum für gemeinsames Lernen, für Vorträge oder andere Aktivitäten soll es ebenfalls geben. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Neben der Spende der New Yorker Max-Kade-Stiftung (450 000 Dollar) wird der übrige Betrag durch das Studentenwerk aufgebracht, öffentliche Mittel fließen in dieses Wohnheim nicht ein.

MS ende

 

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Updated: 08.12.2002