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Alte Freundschaften bestätigt , neue vertieft

Bei der Jahresfeier freute man sich mit der ungarischen Partneuniversität und verlieh dreimal die Würde eines Ehrensenators
Die Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität stand diesmal zunächst im Zeichen eines kleinen Jubiläums: 20 Jahre Partnerschaft mit der Eötvös-Loránd-Universität Budapest. Sodann wurde gleich dreimal die Würde eines Ehrensenators verliehen.
Drei neue Ehrensenatoren bei der Jahresfeier
Drei neue Ehrensenatoren (von links): Prof. Freudenberg, Dr. Hachmann sowie – rechts neben Rektor Hommelhoff – der Physiker Prof. Osheroff. Foto : Rothe

Nach Begrüßungsreden von Rektor Prof. Peter Hommelhoff, dem Universitätsratsvorsitzenden Dr. Ulrich Cartellieri, dem Senatsmitglied Prof. Peter Meusburger sowie dem Studenten Jens Marx oblag es Prof. Géza Alföldy, den Festvortrag zur gefeierten Universitätspartnerschaft zu halten: In Anwesenheit des Rektors der Eötvös-Loránd-Universität Budapest, Prof. István Klinghammer, bestritt der Heidelberger Althistoriker einen Parforceritt durch die Jahrhunderte eines nicht immer unproblematischen Verhältnisses zwischen Ungarn und Europa.

Die Würde eines Ehrensenators wurde anschließend an Dr. Reinhart Freudenberg, Dr. Hans G. Hachmann und Prof. Dr. Douglas D. Osheroff verliehen. Wie Rektor Hommelhoff ausführte, beruhe die herausragende Ehrung bei allen drei auf ganz unterschiedlichen Gründen, gemeinsam sei aber ihre enge Verbindung zur Universität.

Dr. Reinhart Freudenberg, so die Kanzlerin Romana Gräfin vom Hagen in ihrer Laudatio, ist einer der Gesellschafter der Freudenberg Unternehmensgruppe Weinheim, des weltweit führenden Herstellers von Industrie-Textilien und verwandten Produkten. Besondere Erwähnung verdiene seine Tätigkeit als Vorsitzender des Beirats der Freudenberg Stiftung, die ihre Erträge zur Förderung von Wissenschaft und Bildung zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft verwendet. Höchst einsatzfreudig habe Freudenberg die Kooperation mit unserer Universität gepflegt. So übte er von 1980 bis 1998 das Amt des Ersten Vorsitzenden der Universitäts-Gesellschaft aus. Nachhaltig habe er dazu beigetragen, Lücken in der Finanzausstattung geisteswissenschaftlicher Institutsbibliotheken zu schließen, in seine Amtszeit falle auch der finanziell ermöglichte Aufbau des "Digikat" der Universitätsbibliothek. Schließlich sei es ihm zu verdanken, dass die Universitäts-Gesellschaft einen entscheidenden Beitrag zum Bau des neuen Gästehauses der Universität im Neuenheimer Feld geleistet habe.

"Für seine langjährige Arbeit für die Pflege und Verbesserung der deutsch-amerikanischen Hochschulbeziehungen und das langjährige Engagement der Stiftung für die Universität Heidelberg" wurde dem Präsidenten der Max-Kade-Stiftung, Dr. Hans G. Hachmann, die Ehrensenatorwürde verliehen. Der gebürtige Berliner emigrierte im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern in die USA, studierte am Harvard College und der Harvard Law School. Er war viele Jahre Berater eines großen internationalen Ölkonzerns, jetzt arbeitet er als Rechtsanwalt in New York. Hachmann ist auch aktives Mitglied im Vorstand weiterer Organisationen, die sich der Förderung der deutsch-amerikanischen Beziehungen widmen. Rektor Hommelhoff würdigte insbesondere Hachmanns großes Engagement für den Neubau eines Studentenwohnheims – lesen Sie dazu bitte auf Seite 4.

Prof. Douglas D. Osheroff habe sich in seiner Laufbahn, so Prorektor Prof. Karlheinz Meier, "stets für die Idee der Forschungsuniversität engagiert, die exzellente Lehre mit erstklassiger Forschung verbindet. Seine bereits enge Verbindung mit der Ruperto Carola soll durch die Ernennung zum Ehrensenator bekräftigt und nach außen demonstriert werden." Bei der zukünftigen Entwicklung werde der Rat und die Unterstützung eines Spitzenforschers von solchem Range wichtige Impulse liefern können. Osheroff lehrt am Physics Department der Universität Stanford (California). Sein Spezialgebiet ist die Physik sehr tiefer Temperaturen. Für seine Entdeckung und die Untersuchung von suprafluidem 3He wurde er 1996 gemeinsam mit David M. Lee and Robert C. Richardson mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In Stanford arbeitet er im Bereich Quantenflüssigkeiten sowie der Physik von Gläsern und Festkörpern bei ultrakalten Temperaturen. Seine Arbeiten an 2-Niveau-Systemen in amorphen Materialien (Gläsern) stehen in Verbindung zu Aktivitäten der Arbeitsgruppe Hunklinger am Kirchhoff-Institut in Heidelberg, mit der er enge Kontakte pflegt. Neben dem Nobelpreis erhielt Osheroff zahlreiche Preise, für seine ausgezeichneten Vorlesungen 1991 den Walter J. Gores Award for Excellence in Teaching.

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Updated: 07.12.2002