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Leistungsvergleiche nicht scheuen

Der Heidelberger Abend fördert jede Menge Gemeinsamkeiten zu Tage
Wirtschaft und Wissenschaft gehen im Rhein-Neckar-Raum Hand in Hand. Das bestätigte auf ein Neues der Heidelberger Abend, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar und die Ruprecht-Karls-Universität in die Stadthalle geladen hatten. Mit ihren Reden bekräftigten Rektor Prof. Peter Hommelhoff und IHK-Präsident Hubert Eirich die gemeinsame Interessenslage sowie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.
Heidelberger Abend
Wissenschaft und Wirtschaft einträchtig beisammen: IHK-Präsident Hubert Eirich, Prorektorin Prof. Leopold, Rektor Prof. Hommelhoff, Erster Bürgermeister Raban von der Malsburg, IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Luzius (von links). Foto : Alex

Wirtschaft und Wissenschaft gehen im Rhein-Neckar-Raum Hand in Hand. Das bestätigte auf ein Neues der Heidelberger Abend, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar und die Ruprecht-Karls-Universität in die Stadthalle geladen hatten. Mit ihren Reden bekräftigten Rektor Prof. Peter Hommelhoff und IHK-Präsident Hubert Eirich die gemeinsame Interessenslage sowie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.

Wie schon des Öfteren plädierten Hommelhoff und Eirich gegen die Abkopplung der Region vom ICE-Netz. Nicht nur Mannheim, auch Heidelberg müsse am ICE-Netz angeschlossen bleiben und dürfe nicht "zur überdimensionierten S-Bahnstation" degenerieren, so Hommelhoff. Dies würde im übrigen auch das im Bahnhofsbereich geplante Kongresszentrum entwerten. Ebenso eindeutig äußerten sich beide Redner zur "Fünften Neckarquerung", die für Eirich "eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung Heidelbergs als Wissenschaftsstandort schafft" und das Neuenheimer Feld zu einem Top-Standort für wissenschaftliche Einrichtungen mache. Hommelhoff betonte, die Anbindung des Campus sei keinesfalls eine "Edelerschließung universitärer Parkplätze". Es gehe vielmehr um die "verkehrsgerechte Erschließung eines ertragsstarken Großunternehmens im Wettbewerb".

Der IHK-Präsident ging auch auf die momentan schlechte konjunkturelle Lage ein. "Quer durch alle Wirtschaftsbereiche beurteilen Unternehmer ihre Situation pessimistisch", sagte er. Außer im Dienstleistungssektor mangele es überall an positiven Zukunftserwartungen. Gleichzeitig kritisierte er, dass der Staat mit hohen Steuern und hohen Standortkosten die Investitionsfähigkeit von Unternehmen hemme. "Wenn keine entscheidenden Impulse kommen, wird sich die Situation nicht bessern", sagte er und forderte, "die Belastungen für Unternehmen müssen gesenkt werden". Gleichzeitig wies Eirich allerdings darauf hin, dass es der Rhein-Neckar-Region vergleichsweise gut gehe. Kürzlich habe die "Wirtschaftswoche" den Standort Rhein-Neckar positiv bewertet. Daher "sollten wir uns auf die Stärken der Region besinnen".

Zufrieden sei er, dass den Universitäten mittlerweile mehr Autonomie zugestanden werde, so Eirich: "Hierzu gehört auch, dass sich die Universitäten die Studenten weitgehend selbst aussuchen können". Die Fächer Molekularbiologie, Psychologie und Rechtswissenschaft hätten bislang "mit gutem bis exzellentem Erfolg" ihre Studenten ausgewählt, berichtete Rektor Prof. Peter Hommelhoff. Im Auswahlverfahren liege die Chance, "die besten Studenten für Heidelberg zu gewinnen". Und weil dadurch die Ruperto Carola mit Harvard, Yale, Stanford und Cambridge gleichziehen könne, soll laut Hommelhoff "der Anwendungsbereich der universitären Auswahlverfahren erweitert" werden.

Gleichzeitig äußerte sich der Rektor positiv zu den im neuen Koalitionsvertrag geplanten Leistungsvergleichen unter deutschen Hochschulen. "Wir fürchten den Vergleich nicht." Im Gegenteil ist sich Hommelhoff sicher, dies würde "ein klares Bild unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf vielen Feldern" noch verstärken. Kritisch äußerte sich der Rektor dagegen zu den Plänen der Bundesregierung, Kapitalgesellschaften den Abzug von Spenden für wissenschaftliche Zwecke zu verwehren. "Wenn die Politik deutsche Universitäten immer wieder auffordert, mit Harvard gleichzuziehen, dann darf uns eine kleinkarierte Finanzpolitik nicht die dafür notwendigen Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand schlagen".

Den traditionellen Festvortrag hielt die Musikwissenschaftlerin und Prorektorin Prof. Dr. Silke Leopolt über "Carl-Theodors musikalische "Armee von Generälen". Kulturpolitik als Wirtschaftsfaktor im 18. Jahrhundert". Aus dem 20. Jahrhundert dagegen das musikalische Begleitprogramm des diesjährigen Heidelberger Abends: Francis Poulencs Konzert für zwei Klaviere und Orchester, geboten vom Collegium Musicum unter Peter Shannon - Solisten: Lourdes Ramirez und Paulo Zereu.

Alexander R. Wenisch ende

 

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Updated: 07.12.2002