Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Klangphantasien

Erster "Artist in Residence": Nachum Erlich
Sicher ist, dass dieses Amt unbefristet und undotiert ist. Und sicher ist auch, dass man mit Nachum Erlich, Professor für Violine in Karlsruhe, einen Glücksgriff getan hat.
Nachum Erlich
Foto : Fink

Die Rede ist vom ersten "Artist in Residence" der Ruperto Carola. Als das Collegium Musicum sich vor einem Jahr an Schostakowitschs 8. Symphonie wagte, waren es Studenten der Klasse von Nachum Erlich, die bei den Geigen aushalfen, er selbst engagierte sich bei den Proben kurz vor dem Konzert. Nun wird aus der kurzen Liaison eine feste Beziehung. Der "Artist in Residence" soll in Zukunft das musikalische Leben an der Universität bereichern.

Geboren wurde Nachum Erlich 1959 in Jerusalem, sein Geigenspiel lernte er zuerst bei seinem Vater Moshe Erlich, Mitglied des Jerusalem Sinfonieorchesters. Von 1975 bis 1981 war er Meisterschüler am Berner Konservatorium bei Max Rostal, einem berühmten Ausbilder vieler zeitgenössischer Violinvirtuosen. Erlichs Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Gegenwart, ein besonderes Faible hat er für die Kammermusik. Auch wenn er sich nicht eigentlich festlegen will, so verrät er, dass er doch eine musikalische Vorliebe für die Romantik habe, etwa für Brahms oder Tschaikowsky. Aber spricht man ihn auf einen zeitgenössischen Komponisten wie Wolfgang Rihm an, kann er auch ganz schön ins Schwärmen geraten.

Dass Erlich nach seinem Konzertdiplom zum Lehrer heranreifte, bezeichnet er heute als "Zufall". An der Sibelius-Akademie in Helsinki habe man ihm damals Studenten anvertraut. Und das funktionierte auf Anhieb ganz hervorragend. So stellte sich heraus, dass er offenbar eine besondere pädagogische Begabung besitze. Die Arbeit mit jungen Musikern bereitet ihm jedenfalls großen Spaß, und immerhin ist er ja jetzt schon fast zwanzig Jahre dabei, seit 1991 als Professor in Karlsruhe.

In Heidelberg wird er naturgemäß für den Streicherklang verantwortlich sein. Ganz angetan ist er von der außerordentlichen Qualität des Collegium Musicum unter Peter Shannon. Aber auch da kann man noch feilen. Was auf jeden Fall kommen wird, sind weitere Klangkörper. Erlich möchte viel Kammermusik machen. Ein Streichorchester soll es geben, aber auch noch kleinere Formationen, vielleicht sogar ein Streichquartett. Fähige Musiker unter den Studenten habe er schon ausgemacht. Und die kleinen Klangkörper sollen wiederum befruchtend auf das große Universitätsorchester wirken.

Als Solist wird er demnächst zusammen mit dem Bratschisten Edward Vanderspar – einer der "besten seines Instruments" (Erlich) – in einem Konzert des Collegium Musicum auftreten (7. Juli, 20 Uhr, Stadthalle). Weitere Aktivitäten sind für den Herbst geplant. Ideen hat Nachum Erlich viele, hat er auch Wünsche? Ganz wunderbar wäre ein Projekt in seiner Geburtsstadt Jerusalem – ein Herzenswunsch, teilt der sympathische Erlich mit. Und das sollte doch angesichts der guten Kontakte, auch seitens der Ruperto Carola dorthin, zu bewerkstelligen sein!

Oliver Fink ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 15.07.2002