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Stärken und Schwächen

Einmalig in Deutschland: Coaching-Programm für Studierende
Seit Oktober vergangenen Jahres wird an der Ruprecht-Karls-Universität ein studienbegleitendes Coaching-Programm angeboten, wie man es in dieser Form an keiner anderen Hochschule in Deutschland findet. Vorbild bei der Einführung des Programms sind die "counseling services", die es schon lange an amerikanischen Hochschulen gibt.

In Deutschland gab es bis jetzt zwar verschiedene Anlaufstellen, so zum Beispiel die Fachstudienberatung oder das Zentrum für Studienberatung und Weiterbildung (ZSW). Doch spezialisieren sich solche Institutionen auf ein bestimmtes Thema. Neu beim Coaching dagegen ist, dass alle Einzelbereiche gemeinsam abgedeckt werden können. Das Ziel: Studierende im Uni-Alltag zu begleiten und in allen wichtigen Entscheidungsfragen zu unterstützen, um die jeweilige Studiensituation individuell zu optimieren und dadurch sowohl bessere Leistungen als auch mehr Freude am Studium zu gewährleisten. Durch Einzelgespräche sollen Schwächen, aber auch Stärken erkannt werden, um diese gezielt fördern zu können. Finanziert wird das Coaching zum einen durch die Universität, zum anderen durch Drittmittel, wobei in diesem Zusammenhang besonders Manfred Lautenschläger zu nennen ist. Da es sich beim Coaching vorerst noch um ein Pilotprojekt handelt, konnten bislang nur Studenten der Germanistik daran teilnehmen, seit dem Sommersemester 2002 wird das Programm aber auch am Anglistischen Seminar angeboten. Initiator des Projekts ist PD Dr. Rainer M. Holm-Hadulla von der psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks. Kooperiert wird mit dem ZSW, das durch Dr. Andreas Barz vertreten wird. Als Projektleiter fungieren die Dipl. Psychologinnen Antje Wetzel und Charlotte Buff sowie PD Dr. Matthias Hurst. Alles Besprochene wird selbstverständlich streng vertraulich behandelt.

"Uni-Dschungel": Bedarf nach Orientierung und Unterstützung

Die Themen bestimmt der Teilnehmer selbst, alles darf angesprochen werden, was ihn beschäftigt. Dabei muss es sich nicht unbedingt um fachspezifische Fragen handeln, sondern auch um solche, die sich rund ums Studium und das Leben in Heidelberg drehen (Studienfachwahl, Zeitmanagement, Probleme mit Lehrkräften, BAföG, Familie, Wohnsituation). Dabei agieren die Berater auch als Vermittler, da sie die Hilfesuchenden an die richtige Adresse weiterleiten können.

"Vor allem Erstsemester haben oft Schwierigkeiten, sich im "Dschungel Uni" zurechtzufinden", sagt Matthias Hurst, "es gibt einen unendlichen Bedarf an einer vertraulichen, helfenden Institution." "Doch obwohl dieser große Bedarf an Unterstützung besteht, trauen sich viele nicht, Hilfe zu suchen. Deshalb gehen wir jetzt direkt an die Institute", ergänzt Antje Wetzel. Und Charlotte Buff weiter: "Wir versuchen, ihnen nach der Schule gewisse Fixpunkte zu geben, Orientierungshilfe zu leisten und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Viele Studierende haben Probleme mit der Zeiteinteilung beim Lernen für Klausuren, wir wollen ihnen helfen, ihre individuelle Lernstruktur zu entwickeln".

Das Coaching-Programm richtet sich an Studierende aller Semester, denn auch wenn das Studium an sich problemlos funktioniert, sind sich viele noch unsicher, was ihr eigentliches Ziel nach Beendigung des Studiums ist. Und das Konzept scheint aufzugehen, jedenfalls gibt es schon jetzt eine erfreulich große Resonanz. Wer also Interesse hat, kann in der offenen Sprechstunde, mittwochs 15-16 Uhr, vorbeischauen: Germanistisches Seminar (Palais Boisserée), Raum 023. Hauptstr. 207-209. Tel. 543364; E-mail: hurst@uni-hd.de

Franziska Brettschneider ende

 

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Updated: 15.07.2002