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Lebendiger Geist auf Reisen

Eröffnet: Heidelberg-Center in Santiago de Chile
"Zu den anderen wichtigen Universitäten der Welt, die in unserem Land agieren, gesellt sich nun diese von nobler Herkunft; ihre Präsenz wird dem intellektuellen Ambiente der chilenischen Nation mehr Kraft verleihen", schreibt die größte chilenische Tageszeitung "El Mercurio" in einem Leitartikel vom 13. Mai 2002 über das jetzt eröffnete "Heidelberg Center" in Santiago de Chile.
Ortstermin in Chile
Ortstermin in Chile anlässlich der Eröffnung des Heidelberg-Center: Georg Clemens-Dick und Astrid Kühl (Botschaft der Bundesrepublik Deutschland), Kanzlerin Romana Gräfin vom Hagen, Rektor Peter Hommelhoff (von links)
Foto : privat

Über so viel Lob ist der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Peter Hommelhoff, zwar erfreut, doch mahnt er zu Bescheidenheit: "Wir sollten uns unserer Stärken und des ausgezeichneten internationalen Rufs der Universität bewusst sein, doch müssen wir auch die Komponente ‚Stadt Heidelberg' mit berücksichtigen. Nur die Kombination aus beidem macht das aus, was wir sind". Und das ist auch in Lateinamerika bekannt. Obwohl erst im Dezember letzten Jahres mit der Werbung für das "Heidelberg Center" begonnen wurde, war die Nachfrage riesig.

"Im ersten Jahr haben wir 27 Studierende in den Politikwissenschaften, was vergleichsweise viel ist in Bezug auf Lateinamerika", teilt der Wissenschaftliche Direktor des Centers, der Heidelberger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dieter Nohlen, mit. Die eingeschriebenen Studierenden kommen zwar hauptsächlich aus Chile, aber auch Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Puerto Rico, Venezuela und Brasilien sind vertreten. Wie Nohlen berichten kann, sind die Studierenden hellauf begeistert und motiviert. In Santiago de Chile kursiere schon jetzt der Spruch "Heidelberg macht den Unterschied".

Das Fächerspektrum soll jetzt zügig ausgebaut werden. So wurden bereits drei Weiterbildungsseminare mit großem Erfolg durchgeführt: Im Fach "Medizinische Informatik", das in Chile noch in den Kinderschuhen steckt, konnte Prof. Dr. Hans-Peter Meinzer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) neueste Forschungsergebnisse und -methoden präsentieren, die in eine Kooperation zur Erkennung und Behandlung von Tumoren in der Wirbelsäule münden sollen. Prof. Dr. Otwin Linderkampf, Ärztlicher Direktor der Universitätskinderklinik, machte seine chilenischen Fachkollegen mit den neuen Wegen in der Früh- und Neugeborenenmedizin der Universität Heidelberg vertraut. Die Systemische Familientherapie wurde von der Diplompsychologin Andrea Ebbecke-Nohlen vertreten, deren Seminar zur Kurztherapie von Paaren sich an Theorie und Praxis der neuen "Heidelberger Schule" orientierte. Gerade im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie sind zahlreiche Absolventen der Universität Heidelberg in einflussreichen Positionen in Chile tätig, die ihre Bereitschaft, an gemeinsamen Programmen mitzuwirken, bereits deutlich artikuliert haben. Angebote anderer Fächer der Ruperto Carola sollen folgen.

"In der Zusammenarbeit mit den beiden größten Universitäten in Santiago, der Pontificia Universidad Católica und der Universidad de Chile, sehen wir eine vielversprechende Chance, das Heidelberg Center umgehend auf dem lateinamerikanischen Bildungsmarkt zu etablieren", erläutert der Geschäftsführende Direktor, Dr. Walter Eckel. Für ihn bestätigt der Erfolg der Eröffnungsfeier, die in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Presse Chiles ein außergewöhnlich großes Interesse hervorgerufen hat, die Richtigkeit der Standortwahl. Zudem habe das Heidelberg Center durch das Auftreten der Delegationen von der Universität Heidelberg und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg viele neue Freunde gewonnen. Weitere "Heidelberg Center" kann sich Rektor Hommelhoff auch im asiatischen Raum, insbesondere China, vorstellen. "Wir müssen uns so langsam auf den Weg machen und deutsche Wissenschaft exportieren", sagt er – der Aufbau von Kooperationseinheiten im Ausland ist dabei eine mögliche Lösung.

Georg Sposny ende

 

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Updated: 15.07.2002