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Brentano-Preis an Doron Rabinovici

Den diesjährigen Clemens Brentano-Preis nahm der jüdische Schriftsteller Doron Rabinovici entgegen. Der 1961 in Tel Aviv geborene Wiener wurde für seinen Essayband "Credo und Credit. Einmischungen" ausgezeichnet.

Der Essayist, Historiker und Erzähler Rabinovici bezieht in seinen "Einmischungen" Stellung zu seiner jüdischen Identität. Mit Ausschnitten aus seinem gepriesenen Band zeigte er seine Argumentationsfreude im Kampf gegen den eigenen Antirassismus und den immer noch vorherrschenden Antisemitismus. Wo andere schweigen, bezieht er Stellung. Die Jury, zusammengesetzt aus Germanistikdozent und Germanistikstudierenden der Universität Heidelberg, Literaturkritikern und Journalisten, würdigte mit der Auszeichnung Rabinovicis Kampf gegen Vorurteile in den Köpfen.

Mit "Credo und Credit" legt der scharfzüngige Österreicher eine Sammlung von Essays, Aufsätzen und Betrachtungen vor, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit Fragen von Literatur und Politik beschäftigen. So erzählt er vom Aufwachsen zwischen den Sprachen, der Muttersprache Hebräisch und der Adoptivsprache Deutsch, und dem Zauber des ersten Lesens in der elterlichen Bibliothek. Der Band enthält eine Abhandlung über den jüdischen Witz ebenso wie eine Hommage an Leo Perutz. Kritisch setzt er sich auch mit den aktuellen Entwicklungen in Österreich auseinander und stellt die Frage, ob wir ein europäisches Verbot der so genannten Auschwitzlüge brauchen. In seinem Kapitel "Spiegel der Finsternis" schreibt er: "Das Problem, dem wir uns gegenüber sehen, fordert zwar eine Diskussion der Methodik und Ästhetik, lässt sich dadurch aber nicht lösen. Es gibt keine endgültig richtige Art des Erinnerns an Auschwitz." Rabinovicis "Credo und Credit" regt zum tiefgründigen Nachdenken über die europäische Vergangenheit und die jetzige Realität an.

spos ende

 

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Updated: 15.07.2002