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Viktor und Sigrid Dulger Stiftung vergibt Umweltpreis an den Mathematiker Dr. Christian Wagner

Der Mathematiker Dr. Christian Wagner hat für seine Habilitationsschrift den mit 5000 Euro dotierten Umweltpreis der Viktor und Sigrid Dulger Stiftung erhalten. Der erstmalig verliehene Preis, der künftig jährlich vergeben wird, richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Heidelberg und honoriert herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Umweltforschung.

Die Arbeit des ersten Preisträgers, Dr. Christian Wagner, befasst sich mit einem Vorfall bei Heidelberg: In einem stark mit Chlor-Kohlen-Wasserstoff kontaminierten Firmengelände konnte zwar ein Teil der Schadstoffe mit herkömmlichen Methoden abgepumpt werden, ein nicht unerheblicher Rest bewegte sich jedoch mit der Grundwasserströmung auf ein Wasserwerk zu. Deshalb war es notwendig, die Schadstoffwolke im Grundwasser genau zu ermitteln und darauf eine Strategie der Gegenwehr aufzubauen. Zu diesem Zweck simulierte Wagner die Ausbreitung der Schadstoffe, stellte Gleichungen auf, in denen die komplexen Transportprozesse und biochemischen Reaktionsvorgänge beschrieben werden, und entwickelte sodann neuartige mathematische Methoden, um den Gefahrenverlauf und die Gefahrenabwehr empirisch-prognostisch zu erfassen.

"Die Ergebnisse der Arbeit greifen deutlich über den Anlassfall hinaus, weil sie methodische Weiterentwicklungen vorlegen, die diese und andere Simulationen erst möglich machen. So sind wir sicher, einen würdigen Preisträger für diesen erstmalig verliehenen Umweltpreis gefunden zu haben", sagte Prof. Dr. Paul Kirchhof bei der Laudatio in der Alten Aula aus Anlass der Preisverleihung.

Der Stifter des Preises, Prof. Dr. h.c. Viktor Dulger, wünscht sich, dass "der Preis Schule macht und sich noch viel mehr Unternehmer als Spender, Stifter und Mäzene aufgerufen fühlen". Die Universität solle noch mehr um das Geld vermögender Persönlichkeiten werben, ermuntert er. Ein Gedanke, den Rektor Prof. Peter Hommelhoff in seinem Grußwort aufgriff: Rektorat und Universität würden sich demnächst verstärkt um solche Zuwendungen bemühen, sagte er. "Privatleute sind die Mäzene des 21. Jahrhunderts."

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Updated: 12.05.2002