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Bündnis für Lehre

1,2 Millionen Mark für Tutorien in Heidelberg
Der Minister für Wissenschaft und Kunst, Klaus von Trotha, beabsichtigt, mit einer neuen Initiative die Lehre an den Universitäten zu verbessern: Insgesamt 17 Millionen Mark will er den Landesuniversitäten zur Verfügung stellen.

Die Initiative heißt Bündnis für Lehre. In regelmäßigen Abständen treffen sich die für Lehre zuständigen Prorektoren in Stuttgart, um Vorschläge des Ministeriums und Wünsche der Universitäten zu diskutieren. Zunächst wurde vom Ministerium das Programm "Innovative Projekte in der Lehre" ausgeschrieben, in dessen Kontext vorrangig der Einsatz elektronischer Medien, die Einführung neuer Studien- und Prüfungssysteme sowie Maßnahmen zur Steigerung der Berufsfähigkeit von Studierenden gefördert werden soll.

Als weiterer Schritt wurden die auslaufenden Mittel zur Durchführung von Tutorien aus dem Hochschulsonderprogramm III durch Sondermittel aus dem Ministerium ersetzt, auf welche die Universitäten allerdings nur zurückgreifen können, wenn sie ihrerseits Mittel in derselben Höhe zur Verfügung stellen. So musste die Universität Heidelberg 600 000 Mark an eigenen Tutorienmitteln bereitstellen, um den entsprechenden Betrag aus Stuttgart zu erhalten. Da der Senatsausschuss für Lehre bereits seit 1998 jährlich zusätzliche Mittel für Tutorien in Höhe von rund 300 000 Mark verteilt hat und in diesem Jahr für das Tutorienprogramm der Abteilung Schlüsselkompetenzen des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung rund 100 000 Mark vom Verwaltungsrat bereit gestellt wurden, konnte die Universität Heidelberg der Forderung des Ministeriums relativ schnell entgegenkommen: Der Verwaltungsrat beschloss auf seiner letzten Sitzung die Aufstockung der vom Senatsausschuss beantragten sowie der Abteilung Schlüsselkompetenzen zur Verfügung gestellten Mittel auf insgesamt 600 000 Mark und legte damit die Voraussetzung für den Einsatz der Ministeriumsmittel in Heidelberg. Den damit finanzierten Tutorien soll eine Konzeption zugrunde gelegt werden, die in den letzten Jahren von der Abteilung Schlüsselkompetenzen in einer Zusammenarbeit mit zehn Fächern der Universität Heidelberg entwickelt wurde. Die jüngste Initiative des Ministeriums bezieht sich auf das vom Minister favorisierte Mentorenprogramm, das er derzeit mit den für Lehre zuständigen Prorektoren diskutiert.

Umgestaltung der Lehre

Minister von Trotha hat deutlich gemacht, dass er die Lehre in den Landesuniversitäten umgestalten möchte. Dabei probiert er gleichzeitig neue Steuerungsmechanismen aus, mittels derer er die durch das neue Universitätsgesetz angeblich mit verstärkter Autonomie beschenkten Universitäten in die vom Ministerium gewünschte Richtung lenken möchte. Tatsache ist jedoch, dass die projektgebundene Mittelzuweisung verbunden mit der Kautele, dass nur der etwas erhält, der seinerseits Mittel in derselben Höhe zur Verfügung stellt, den Globalhaushalt der Universität zunehmend belastet und damit die Entscheidungsfreiheit der universitären Gremien einschränkt. Das Bündnis für Lehre dient dabei als Schnittstelle zwischen Universität und Ministerium. Hier werden die "terms of trade" ausgehandelt und die Interessen der Universitäten untereinander und gegenüber dem Ministerium ausbalanciert. Ein Vorgeschmack auf die baden-württembergische Universität des 21. Jahrhunderts!

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Updated: 14.06.2000