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Universität Heidelberg im Kino

Die Universität Heidelberg stellt die traditionsbehaftete Hintergrundfolie für "Anatomie", den neuen deutschen Horrorthriller.

Kaum ein tiefsinnigerer Schauplatz als die Universität Heidelberg wäre für den Film, der tödliche Versuche am lebenden Menschen durch eine Geheimsekte von Anatomen zum Thema hat, möglich gewesen. Auf dem Hintergrund der tradionsreichsten deutschen Universität wird die Sekte glaubhaft, zumal einer ihrer Köpfe dem Klischee des wissenschaftlich brillianten Professors nachgebildet ist, der in idyllischer Gründerzeitvilla am Neckar mit seiner Haushälterin lebt und Orchideen und Schmetterlinge züchtet. Bewußt wird mit dem Image des in allen Facetten romantisch gezeigten Heidelberg gespielt, um dieses Bild umso schärfer mit einer postmodernen Ästhetik zu konfrontieren: Ein eigens für den Film entworfener Anatomiesaal zeigt kühle Eleganz unterstützt von entsprechender Kleidung der Studierenden. Vor allem die Nahaufnahmen der Portraits, die sich von Beginn an in Variationen durch den Film ziehen, zeigen eine Ästhetik, die in stilisierten Bildern, noch dazu unterstützt durch die liebliche Musik von Albinonis "Adagio", eine Wirklichkeit vortäuscht, die sich sehr schnell als falsch herausstellt: Der Portraitierte muss erkennen, dass er gerade am lebendigen Leibe skelettiert wird. Dieses Spiel mit der Realität gelingt natürlich am besten, wenn man auf vorgefasste Bilder des Zuschauers zurückgreifen kann – und genau hier liefern Stadt und Universität Heidelberg die perfekte Folie. Zu hoffen bleibt, dass der Zuschauer das Spiel mit Wirklichkeit und Klischee erkennt!

VD

 

 

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Updated: 14.06.2000