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Mitten im globalen Artensterben

Tag der Artenvielfalt am 3. Juni in Heidelberg
Einen Teil der Vielfalt der uns umgebenen Lebewesen zeigen Demonstrationen, Filme und Exkursionen jedem Interessierten am "Tag der Artenvielfalt".

Bärtierchen
Das Bärtierchen, etwa 1mm langes Tier aus Moospolstern
in Heidelbergs Mauerspalten, überlebt bei -100°C und +100°C
sowie bei totalem Austrocknen.

Das Aussterben von Organismen-Arten nimmt in einer bisher unbekannten Größenordnung und Geschwindigkeit zu. Die meisten Menschen bemerken diesen Vorgang jedoch nicht, da nur wenige mehr als 0,01 Prozent aller lebenden Arten kennen. Selbst für die Wissenschaft und damit die Nachwelt wurden bisher nicht alle heute lebenden Arten registriert, in manchen Organismen-Gruppen gibt es sogar mehr unbekannte Arten als beschriebene. Welche Bedeutung diese beim Erhalt von Ökosystemen haben und wie stark die Verarmung von Ökosystemen voranschreiten darf, bevor es zum Zusammenbruch kommt, wissen wir nicht.

In dieser Situation wurden auf dem UN-Umweltgipfel 1992 in Rio de Janeiro weitreichende Beschlüsse zur Bewahrung eines gesunden und lebenswerten Planeten Erde gefasst. Ein Auftrag von Rio besteht darin, das Naturerbe in seiner ganzen Mannigfaltigkeit zu bewahren. Auch vor unserer Haustür befinden sich schützenswerte Lebensräume mit Tausenden von Tier- und Pflanzenarten, von denen viele bedroht sind. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist kein Steckenpferd bestimmter Biologen und Naturschützer, sondern ein Gebot für alle. In dieser Situation soll am 3. Juni 2000 auf Anregung der Zeitschrift GEO in den deutschsprachigen Ländern der Tag der Artenvielfalt stattfinden.

Über 1000 Organismenarten in Heidelberg

Die Zahl der Organismenarten im Raum Heidelberg liegt im Bereich von Tausenden. Über 100 Fachleute werden am 3. Juni von 10.00 bis 17.00 Uhr die organismische Vielfalt im Raum Heidelberg soweit möglich erfassen. Demonstrationen mit Mikroskop, Binokular und Film findet der Interessierte auf dem Mess-Schiff "Max Honsell" der Landesanstalt für Umweltschutz, im Ökomobil der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe in der Nähe des Neckars, im Zoologischen Institut und Museum mit Präsentation verschiedener Gäste sowie im Geologisch-Palaeontologischen Museum, im Botanischen Garten und Tiergarten, in der Pädagogischen Hochschule (Biologie) und von 9.00 bis 13.00 auch in der Biologischen Bundesanstalt in Dossenheim. Zusätzlich finden zahlreiche Exkursionen unter Leitung fachkundiger Biologen statt. Bitte melden Sie sich hierfür an: entweder bis zum 29. Mai online (www.artenvielfaltstag.de) oder am 27. Mai bei der Volkshochschule Heidelberg von 9.00 bis 12.00 und 13.30 bis 17.00 Uhr (Tel. 911912; Fax: 165133).

Volker Storch

 

 

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Updated: 14.06.2000