Grundstein für den Neubau Physik der Universität Heidelberg gelegt
Der Physikneubau erlaubt nach Jahren räumlicher Zersplitterung ein Physikzentrum, das Lehre und Forschung, Labor und Werkstatt, Wissenschaftler und Studierende unter einem Dach zusammenführt.
Grundsteinlegung Finanzminister Gerhard Stratthaus, Staatssekretär Michael Sieber aus dem Wissenschaftsministerium, Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke, Physikdekan Prof. Dr. Christof Wetterich und Erster Bürgermeister Prof. Dr. Joachim Schultis legten Anfang November den Grundstein für den ersten Bauabschnitt der neuen Physikalischen Institute im Neuenheimer Feld. Die geplanten Baukosten von 65 Millionen Mark übernimmt zur Hälfte das Land im Rahmen des Programms "Zukunftsoffensive junge Generation". Die weiteren Kosten trägt der Bund.
Durch die gleichzeitige Zusammenlegung der Institute für HochenergiePhysik und für Allgemeine Physik lassen sich Forschungsprojekte und Möglichkeiten effizienter Ressourcenverwaltung verbinden. Auf der Hand liegt auch, dass die Neugründung des Institutes, das nach dem bekannten Heidelberger Physiker "Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg" heißt, ebenso finanzielle Ursachen hat: Die massiven Stellenkürzungen der vergangenen Jahre sind nur durch eine Strukturänderung zu tragen. Der Rektor der Universität zeigte sich mit der Zusammenführung aus Instituten, die die klare Trennung in "angewandte Forschung" und "Grundlagenforschung" aufhebt, zufrieden. "Es gibt Möglichkeiten, anwendungs- und grundlagenorientierte Forschung zu verbinden, so wie es zum Beispiel durch das neu gegründete Kirchhoff-Institut geschehen wird. Ob aber Grundlagenforschung in eine Anwendung mündet, ist nicht planbar. Hier benötigt auch die Politik, die die Grundlagenforschung finanziert, einen langen Atem und Geduld", mahnte Siebke.
Schnitt durch den Komplex Das neue Zentrum soll der Lehre, Forschung und dem Studium in den Fächern Physik und Informatik dienen. Anwendungen und interdisziplinäre Grenzbereiche bilden einen Schwerpunkt des Interesses. Die starke Anwendungsorientierung zeigt sich beispielsweise daran, dass ein an deutschen Physikinstituten sicherlich einzigartiger Lehrstuhl für Hardware-Informatik geschaffen wird.
sj / Foto: Alex

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Updated: 31.01.00