Wege in den Beruf
Praxisinitiativen stellen sich vor
Immer schneller veraltet das Wissen, immer schneller wandelt sich die Berufslandschaft. Ausschlaggebend für eine Einstellung ist letztlich das persönliche Profil des Bewerbers.

Praktische Erfahrung, Zusatzqualifikationen und klare Vorstellungen über künftige Tätigkeitsfelder sind für einen erfolgreichen Berufseinstieg ebenso bedeutend wie die im Studium gewählte Fächerkombination oder die letztlich erzielten Leistungen. Deshalb setzen sich immer mehr Studierende bereits während des Studiums intensiv mit ihren Berufsmöglichkeiten auseinander. Die Universität Heidelberg stellt sich hierauf ein. Sie vermittelt Schlüsselqualifikationen, vor allem die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen. Sie richtet aber auch Schaltstellen zwischen Studium und Arbeitswelt ein und hilft den Studierenden, durch Vorträge, Lehrgänge und Praktika die unterschiedlichsten Berufsfelder kennenzulernen.

Magister in den Beruf

In Heidelberg gibt es bereits zehn solche Praxisinitiativen. Unter der Federführung von "Magister in den Beruf" (MiB) haben sie im Sommersemester 1999 einen Arbeitskreis gebildet, der als erstes unter dem Titel "AGIL" ein gemeinsames Faltblatt herausgegeben hat. Das Faltblatt ist bei jeder Initiative erhältlich und informiert über Angebot, Zielgruppe, Adresse und Sprechstunde. Dass es gelungen ist, neue Berufsfelder für Geistes- und Sozialwissenschaftler zu erschließen, ist nicht zuletzt ein Verdienst der Praxis-Initiativen, die Brücken von der Uni zur Wirtschaft schlagen.

Vor allem Geistes- und Sozialwissenschaftlern, deren Studium oft in kein vorgefertigtes Berufsbild mündet, eröffnen sich dadurch neue Einsatzmöglichkeiten beispielsweise in der Industrie. Immer wenn es um Sprachen geht, um Kulturkontakte, besteht Bedarf an Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Sie verfügen über wichtige Schlüsselkompetenzen wie die Fähigkeit zum vernetzten Denken, Organisations- und Teamfähigkeit, die in der Wirtschaft in Verbindung mit Fremdsprachen- und Computerkenntnissen immer mehr gefragt sind.

In der Uni-Initiative "Magister in den Beruf" (MIB), die seit 1992 besteht und sich auch an Staatsexamens- und Diplomkandidaten richtet, ist die Praktikumsvermittlung nur ein Bestandteil des Angebots: Es werden ferner regelmäßig Berufsinfomärkte durchgeführt, die die Kontaktaufnahme zwischen Studierenden und Unternehmen in der Region erleichtern, und Vorträge veranstaltet, in denen Referenten aus der Praxis mögliche Einsatzbereiche für Geistes- und Sozialwissenschaftler wie zum Beispiel die Öffentlichkeitsarbeit vorstellen.

Was die Praktika betrifft, so dauern diese zwischen sechs Wochen und sechs Monate und sind in aller Regel vergütet. Etwa 50 kommen pro Jahr zustande. Für manchen war das Praktikum schon Karriere-Sprungbrett in die Industrie. Viele große Namen finden sich auf der Liste der Unternehmen, mit denen "Magister in den Beruf" zusammenarbeitet: ABB, BASF, SAP, die Flughafen Frankfurt AG und die Unternehmensberatung Kienbaum sind ebenso darunter wie die Stadttheater von Mannheim und Heidelberg.

Im Heidelberger MiB-Büro in der Seminarstraße 3 sind Studierende und Wirtschaftsvertreter gleichermaßen jederzeit willkommen.
Sprechstunden während des Semesters sind dienstags von 14-16 Uhr und mittwochs von 13-15 Uhr.

Carmen Becker / Esther Kahren / Britta Sommermeyer


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Updated: 31.01.00