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Zeugen der Vergangenheit

Prof. Dr. Chaniotis erhält Landesforschungspreis
Prof. Dr. Angelos Chaniotis vom Seminar für Alte Geschichte der Universität Heidelberg gehört zu den Trägern des mit 100 000 Mark dotierten Landesforschungspreises Baden-Württemberg 2000, der höchsten Auszeichnung eines Bundeslandes in diesem Bereich.

Chaniotis hat der Geschichte des antiken Griechentums neue Facetten verliehen. Er sucht seine Fragestellungen nicht nur innerhalb der Altertumswissenschaft, sondern auch in den modernen Kultur- und Sozialwissenschaften. Und beschränkt sich bei seiner Arbeit weder auf ein Thema noch auf eine eng umgrenzte Epoche. Ihn interessieren nicht nur die großen Zentren wie Athen und Sparta, sondern auch die Randgebiete der griechischen Welt wie Kreta und Kleinasien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Zeit von 300 v. Chr. bis 300 n. Chr., der hellenistischen Zeit und der Kaiserzeit zwischen Alexander und Konstantin dem Großen.

Wichtig ist ihm auch die gegenseitige Inspiration von Forschung und Lehre: "Die Vorlesung, die ich im nächsten Semester halte, hat den Titel "14 Tage und einige unruhige Nächte im perikleischen Athen". Eigentlich keine normale Vorlesung, sondern ein Versuch, wie in einem Roman auf spannende Weise verschiedene Situationen im klassischen Athen zu rekonstruieren: das Leben eines Sklaven, der in einem Bergwerk arbeitet, eines Fremden, der einen Spaziergang in Athen macht, oder das Leben einer Frau, die ihr Kind pflegt", erläutert Angelos Chaniotis".

Zu den aktuellen Projekten gehört die Veröffentlichung griechischer Inschriften, die unter anderem viele Erkenntnisse für angrenzende Wissenschaften wie die Religionswissenschaft bereitstellen. Jedes Jahr erscheint ein Band. Arbeiten dieser Art sind zwar sehr nützlich, allerdings nicht besonders glamourös, weshalb es schwer ist, Geldgeber zu finden. "Mit den Geldern des Landesforschungspreises kann ich diese Projekte fortführen und darüber hinaus einer breiten Öffentlichkeit im Internet präsentieren", freut Chaniotis sich.

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Updated: 07.05.2001