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Parzival und Lohengrin online

Palatina-Handschriften aus der Universitätsbibliothek im Internet
Schlummerten berühmte mittelalterliche Ritter bislang in den Katakomben des ehrwürdigen Gebäudes der Universitätsbibliothek Heidelberg, so werden sie jetzt zum Leben erweckt. Ein neues, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Gemeinschaftsprojekt zwischen der Universitätsbibliothek und dem Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma) stellt 26 reich illustrierte Palatina-Handschriften mit modernen digitalen Techniken in das Internet. Unter den 848 deutschen Handschriften der Bibliotheca Palatina, die in der Universitätsbibliothek aufbewahrt werden, befindet sich die weltweit bedeutendste Sammlung spätgotischer deutscher Bilderhandschriften.
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Die Bilder dieser mit mehr als 40 Millionen Mark versicherten, äußerst kostbaren Kodizes sollen elektronisch erfasst werden, um künftig im Internet weltweit für Forschung und Lehre im Rahmen einer "Digitalen Forschungsbibliothek" zugänglich zu sein. Von Woche zu Woche vermehrt sich die Sammlung – bald wird es möglich sein, sie komplett vom heimischen Schreibtisch aus per Mausklick zu betrachten. Zugleich kann damit auch die direkte Benutzung der fragilen Originale auf ein Minimum reduziert werden.

Im Rahmen des von der Universitätsbibliothek gepflegten Sondersammelgebiets Kunstgeschichte umfasst das Projekt darüber hinaus die wissenschaftliche Erschließung der digitalisierten Illustrationen und die Einspeisung der Katalogisierungs- und Erschließungsdaten in eine elektronische "Handschriftendatenbank", in der zukünftig sämtliche mittelalterlichen Handschriften aller deutschen Sammlungen verfügbar sein sollen – ein in Deutschland bislang einmaliges Unternehmen. Die 26 Handschriften werden vollständig in Farbe elektronisch erfasst, also Texte und Bildmaterial. Insgesamt handelt es sich um 14 500 Seiten. Auf 2000 dieser Seiten befinden sich halb- bis ganzseitige kolorierte Federzeichnungen. Die Digitalisierung findet in einer Spezialabteilung der Universitätsbibliothek Graz statt.

Über die reine Bereitstellung der Bilder hinaus werden die einzelnen Illustrationen nach ihren Bedeutungsinhalten erschlossen und in einem Register zusammengestellt, was einen differenzierten Zugriff auf Bild und Text ermöglicht. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei den Darstellungsinhalten der Federzeichnungen, da diese trotz ihrer Bedeutung für alle historischen Disziplinen seitens der Kunstwissenschaft noch nicht vollständig und systematisch erfasst worden sind.

Ziel ist daher, nicht nur möglichst viele Informationen zu den dargestellten Personen, Gegenständen und szenischen Zusammenhängen elektronisch recherchierbar zu machen, sondern auch weitere Suchmöglichkeiten zu schaffen, wie etwa nach Bildunterschriften, nach dem sonstigen Buchschmuck und anderem mehr. Zu finden ist die Sammlung unter folgender Adresse: http://palatina-digital.uni-hd.de

 

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Updated: 08.05.2001