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Nightline hilft

Nach Überfällen: Aktion für Betroffene
Kurz vor Weihnachten wurde im Neuenheimer Feld eine Frau bedroht und angegriffen, anderthalb Stunden später eine Frau vergewaltigt. Im Zuge der Presseberichterstattung wurde schnell klar, dass in den zurückliegenden Wochen und Monaten offenbar mehrere Studentinnen und Universitätsmitarbeiterinnen im Neuenheimer Feld ebenfalls belästigt, bedroht oder gar angegriffen worden waren. Nur sehr wenige der Angegriffenen gingen jedoch direkt danach zur Polizei: Erst nach den Berichten über die Vergewaltigung meldete sich, so ein Polizeisprecher, ein Dutzend Personen.

Zwei wunde Punkte werden erkennbar. Einerseits brauchen viele Frauen offensichtlich jemanden, an den sie sich nach einem Angriff wenden können, bevor sie sich bei der Polizei melden. Viele haben Hemmungen, gleich zur Polizei zu gehen – teils aus Sorge, nicht anonym bleiben zu können, oder aus der Befürchtung heraus, nicht ernst genommen zu werden. Andererseits führen eben ungemeldete Angriffe dazu, dass der Polizei wertvolle Informationen verloren gehen, die zu einer frühzeitigen Überführung eines Täters führen könnten.

Auf private Initiative von Mitarbeitern der Neurologischen Klinik hin haben sich daher das studentische Zuhörtelefon Nightline e.V., der Frauennotruf, die Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks und die Fachschaftskonferenz der Universität zusammengetan, um Frauen sowohl eine erste kompetente Unterstützung zu bieten, wie auch Hinweise auf weitere Anlaufstellen zu geben. Bereits seit Jahren arbeitet die Nightline als telefonische Hilfestellung für Studierende im Rhein-Neckar-Raum – und zwar nachts, wenn viele andere Institutionen schon den Laden dicht gemacht haben.

Sicherlich kann ein Gespräch mit der Nightline für eine angegriffene Frau den Anruf bei der Polizei, bei spezialisierten Hilfsorganisationen wie dem Frauennotruf oder professionellen juristischen, psychologischen und medizinischen Stellen (wie der Frauenklinik) nicht ersetzen. Aber gerade das allen Studierenden vertraute Sorgentelefon kann helfen, den ersten Schock aufzufangen und so den direkt oder indirekt Betroffenen Unterstützung zu bieten. Dies schließt bei Gewalterfahrungen immer auch ein, auf weiterführende und spezielle Hilfsangebote hinzuweisen. Die wichtige Telefonnummer lautet: 06221 / 184708, immer Mo, Mi, Fr von 21 bis 2 Uhr.

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Updated: 04.02.2001