Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel > Februar-März 1/2001 >

Krakau – Heidelberg und zurück

Polnisch-deutsches Rechtsseminar
Seit 1998 befindet sich im Begleitprogramm der "Schule des deutschen Rechts" in Krakau jährlich ein mehrtägiges polnisch-deutsches Rechtsseminar, das abwechselnd in Krakau, Mainz und Heidelberg veranstaltet wird. Es ermöglicht in besonderer Weise fachliche und persönliche Gespräche zwischen jungen polnischen und deutschen Juristen. Im November vergangenen Jahres traf man sich in Heidelberg.
Krakau-Heidelberg
Deutsch-polnische Freundschaft im Zeichen der Juristerei

Die "Schule des deutschen Rechts" in Krakau ist ein Zusammenschluss der Juristischen Fakultäten der Jagiellonen-Universität Krakau, der Ruprecht- Karls-Universität Heidelberg und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie verfolgt das Ziel, polnischen Studierenden Kenntnisse des deutschen und europäischen Rechts zu vermitteln. Seit 1996 finden hierzu deutschsprachige Vorlesungen in insgesamt 11 Rechtsgebieten an der Universität Krakau statt, welche von Professoren der Universitäten Heidelberg und Mainz gehalten werden. Hinzu kommen Arbeitsgemeinschaften, die unter der Betreuung polnischer Assistenten stehen. Die besten Absolventen eines Kurses können dann ein Praktikum bei namhaften deutschen Unternehmen in der Pfälzischen bzw. Badener Region absolvieren. Besonders herausragende Absolventen erhalten die Möglichkeit, im Rahmen eines Stipendienprogramms an der Juristischen Fakultät in Heidelberg zu promovieren.

Das wissenschaftliche Thema des diesmaligen Begleitseminars in Heidelberg war nun das deutsche und polnische Insolvenzrecht – ein Rechtsgebiet, welches in beiden Ländern noch unter dem Einfluss jüngerer Reformmaßnahmen steht. Die rechtsvergleichende Perspektive ist somit für beide Seiten fruchtbar, ermöglicht sie doch dem heimischen Juristen einen überprüfenden Blick für sein eigenes Recht. Nicht zuletzt für das polnische Rechtssystem ist dies im Hinblick auf den geplanten Beitritt Polens zur Europäischen Union und der damit verbundenen Anpassung des polnischen Rechts an das Gemeinschaftsrecht nutzbringend.

Auf sprachliche Barrieren stößt der wissenschaftliche Diskurs im Seminar erstaunlicherweise nicht – die polnischen Teilnehmer beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift exzellent, was natürlich auch den privaten Kontakt erleichtert. Und hierin liegt ein weiterer Reiz der polnisch-deutschen Rechtsseminare. Regelmäßig bietet ein interessantes Rahmenprogramm den Seminarteilnehmern Gelegenheit auch zum persönlichen Austausch. Ermöglicht wurden solche Aktivitäten beim hier veranstalteten Seminar – etwa eine Heidelberger Stadt- und Schlossführung oder eine Weinprobe in Schriesheim – durch großzügige finanzielle Unterstützungen aus der Wirtschaft, so zum Beispiel von der Robert Bosch-Stiftung, der Deutschen Bahn AG oder der MVV Energie AG in Mannheim.

Im Gegenzug waren und sind deutsche Studierende bei Seminaren in Krakau immer wieder von der herzlichen und geselligen Art der polnischen Kommilitonen fasziniert. Seminarteilnehmer freuen sich schon heute auf neue Zusammenkünfte, so auf das Schuldrechtsseminar im April 2001 in Krakau. Es bleibt zu wünschen, dass in Zukunft noch mehr Heidelberger Studierende die Gelegenheit nutzen werden, an den deutsch-polnischen Rechtsseminaren teilzunehmen. Eine Bereicherung ist es allemal.

Informationen zur "Schule des deutschen Rechts" sind erhältlich am Lehrstuhl von Prof. Dr. Peter Hommelhoff, Tel.: 06221 / 547610, E-Mail: peter.hommelhoff@urz.uni-heidelberg.de .

Daniela Mattheus

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 04.02.2001