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Der kleine Horror

Amerikanisches Musical im Romanischen Keller
Insgesamt sieben Mal führte die Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars das Musical "Little Shop of Horrors" im Romanischen Keller auf. Die englische Produktion war ein voller Erfolg, alle Vorstellungen restlos ausverkauft. Die Besucher zeigten sich begeistert: Frenetischer Applaus jedesmal, wenn die Company das Finale gesungen hat. Umarmungen, Küsschen hier, Küsschen da – und der Sektverbrauch war enorm. Der "Unispiegel" bat die Hauptdarstellerin Annika Renker (Audrey) um einen Erfahrungsbericht.
Amerikanisches Musical
Foto : Schmidt

Geschrieben wurde das Rockmusical 1982 von Howard Ashman und Alan Menken. Zwei Jahre später folgte der wohl vielen bekannte, gleichnamige Film mit Rick Moranis und Steve Martin, der dem Musical zum Kultstatus verhalf. Worum geht es? Seymour Krelbourn ist der tolpatschige Angestellte im Blumenladen von Mr. Mushnik. Der Erfolg des Geschäfts hält sich in Grenzen, auch Seymour ist vom Pech verfolgt, besonders in Sachen Liebe. Seine angebetete Kollegin Audrey wird von ihrem Freund, einem sadistischen Zahnarzt, in Schach gehalten. Doch dann entdeckt er eine merkwürdige fleischfressende Pflanze, gibt ihr kurzerhand den Namen Audrey Two – und schon rollt der Rubel. Aber nur kurze Zeit später beschwört das seltsame grüne Monster ein wahres Horrorszenario herauf...

Wenn es nach mir ginge, würde ich nun einen kleinen Roman schreiben, denn jeder einzelne, der bei der Produktion mitwirkte, verdient ein gesondertes Lob. Bravo, Leute! Aber leider ist der Platz beschränkt. So will ich die Schauspieler außen vor lassen – der Applaus sollte reichen. Statt dessen sind diesmal andere an der Reihe: Die göttliche Miriam Weiss am Klavier, vor der man sich nur verbeugen kann. Unser Regisseur Felix Rieckmann, der immer das ganze Bild im Kopf hatte und niemals die Geduld verlor. Niemals! Die beiden Kostüm-Designerinnen Wiebke Häseker und Marie Donhuijsen, die einen eigentlich eher harmlosen Carsten Müller (Audrey Two) in ein wahres Ungetüm aus Blättern und grünem Geäst verwandelten. Beate Nachtmann, die dank ihrer Make-up-Künste ihr Übriges dazu beitrug. Und Johannes, Simone, Christine, Johanna, Nora... – ohne sie wäre der Little Shop niemals möglich gewesen.

Ein bisschen traurig bin ich, dass nun alles vorbei ist. Der kleine Horrorladen hat mich im vergangenen halben Jahr immer wieder in Atem gehalten und viel von meiner Zeit konsumiert. Jetzt fehlt etwas. Was bleibt, sind lediglich Bilder im Kopf. Gedanken, die umherschwirren, ein paar Fotos und das ein oder andere Kostüm. Schön war es, gigantisch, wundervoll. Der Höhepunkt meiner Studienzeit. Vielleicht geht es anderen auch so. Unsere Hoffnung war es, den Spaß, den wir selbst bei der Inszenierung hatten, schließlich auf das Publikum zu übertragen. Und ich denke, dass uns das gelungen ist.

Annika Renker

 

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Updated: 04.02.2001