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Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel > Januar, 1 / 2000

Freundschaften bedürfen kontinuierlicher Pflege

 
Heidelberger Forum plädierte für die weitere Pflege und den Ausbau der deutsch-französischen Beziehungen.

Völkerverständigung sei nicht vererbbar, sondern müsse gepflegt und immer wieder neu erarbeitet werden, betonten übereinstimmend die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Kolloquiums, das an der Universität Heidelberg stattfand. Von daher begrüßte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck in seiner Funktion als Bevollmächtigter für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit den "frischen Wind aus der Provinz".

Frischer Wind aus der Provinz

Dort nämlich hat sich eine regionale Initiative ganz besonderer Art zusammengetan: Auf Anregung des "Maison de Heidelberg" in Montpellier haben sich die deutschen Kulturzentren in Aix-en-Provence, Nantes, Paris und Dijon zusammengeschlossen. Als Föderation deutsch-französischer Häuser bündeln sie Kräfte und entwickeln gemeinsam neue Ideen, damit Kooperation zwischen Paris und Berlin auch zukünftig nicht zu einem Fremdwort wird.

Nach der Devise "Tradition pflegen heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am brennen zu halten", werden immer wieder neue Wege gesucht zur Pflege der deutsch-französischen Kulturverständigung, die eine ihrer Wurzeln in Heidelberg hatte. So fand das Kolloquium auch nicht zufällig in Heidelberg statt: Schließlich waren es Studierende der Universität Heidelberg, die in den frühen fünfziger Jahren nach Montpellier fuhren und mit ihren französischen Kommilitonen die Grundlage für die älteste Hochschulpartnerschaft in Europa schufen. Angespornt von der sich dynamisch entwickelnden Universitätspartnerschaft entschlossen sich die beiden Städte bereits 1961, gleichfalls gemeinsame, dauerhafte Verbindungen einzugehen, um den Austausch zwischen den Bürgern untereinander nach dem Beispiel der Universitäten zu fördern.

Drehscheibe der binationalen Beziehungen

Nur fünf Jahre später wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt: Durch das in Montpellier geweckte Interesse an der deutschen Sprache und Kultur entstand die Idee zum "Heidelberg-Haus in Montpellier e.V.". Der Verein sollte und soll die Verbindung zwischen den beiden Städten, deren Universitäten und ihren Bürgern pflegen, den Studienaufenthalt von Heidelberger Studierenden und Schülern in Montpellier fördern sowie die Kenntnis der deutschen Sprache, Kultur und des deutschen Lebens vermitteln.

Das deutsche Kulturinstitut entwickelte sich rasch zu einer Drehscheibe der binationalen Beziehungen nicht nur in Montpellier, sondern in der gesamten Region. 1979 vom französischen Senatspräsidenten als "glänzenden Beitrag zur Verbesserung der deutsch-französischen Beziehungen" ausgezeichnet, machte das Institut Schule und führte zur Gründung weiterer Häuser, die alle in ihre jeweiligen Regionen eingebunden sind. Die verstärkte Zusammenarbeit der mittlerweile fünf deutschen Häuser soll Synergien herbeiführen, Ressourcen sparen und ein gezielteres Lobbying ermöglichen.

VD

 

 

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Updated: 09.02.00