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Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel > Januar, 1 / 2000

Leserbriefe
 

Zum Editorial im Unispiegel 4/99

Michael Schwarz und Christoph Becker haben zur Frage der Restestreichung geschrieben, ich bestünde darauf, "dass zumindest die Hälfte der "Restposten" in die Landeskasse fließen". Tatsache ist, dass seit dem Haushaltsjahr 1997 kein roter Heller von den Resten der Universität Heidelberg mehr gestrichen worden ist. Dies wird jedenfalls für die Laufzeit des Soldidarpaktes so bleiben und gilt notabene für alle Universitäten des Landes. Was nach Ablauf des Solidarpaktes im Jahre 2006 sein wird, kann heute mit Gewissheit niemand sagen. Aber die Vorhersage, dass es danach keine Rückschritte in der Übertragung der dezentralen Finanzverantwortung auf die Universitäten geben wird, ist selbst für einen vorsichtigen Finanzminister nicht übertrieben mutig.

Die Universität Heidelberg (ohne Klinikum) konnte im Haushaltsjahr 1997 ungeschmälert 16,0 Millionen Mark freie Reste bilden ( ohne HBFG- und Drittmittel). 1998 waren es 20,4 Millionen Mark. Die freien Reste der baden-württembergischen Universitäten insgesamt (ohne Klinika) sind von 68,9 Millionene Mark in 1997 auf 104,4 Millionen Mark in 1998 gewachsen, ohne Streichung.

Gerhard Stratthaus
Finanzminister des Landes Baden-Württemberg


Zu "Der Weg ist frei für das neue Hochschulgesetz" im Unispiegel 5/99

Dass, durch den Beschluss des Gesetzgebers, nun der Weg frei ist für diese breit angelegte Hochschulreform, mag eine Reihe Professoren der Universität Heidelberg, Herrn Rektor Prof. Dr. Siebke und den "Unispiegel" verdrießen. Viele Mitglieder der Hochschulen hingegen, von Professoren bis zu den Studierenden, sowie zahlreiche interessierte Beobachter der Hochschulen in der breiten Bevölkerung, in der Wirtschaft und nicht zuletzt in den Medien sind jedoch mit wesentlichen Zielen und Inhalten der Reform sehr einverstanden.

Nicht von ungefähr gilt die Hochschulreform made in Baden-Württemberg in anderen Ländern als richtungsweisend, und zwar weitgehend unabhängig von der politischen Couleur. Es wäre daher – bei allem verbliebenen Dissens, der ja im Laufe des Dialogs mit den Hochschulen deutlich abnahm – nur angemessen und fair gewesen, wenn Sie das Reformwerk nicht in toto als "umstritten" und als "angeblich" der Qualität der Hochschulen dienend abgetan hätten. Ihr Artikel erweckt den Eindruck einer tendenziösen Berichterstattung, vor allem wenn Sie schreiben, dass "selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung" harsche Kritik geübt habe. Ein Blick in die 120 Seiten umfassende Sammlung von Presseberichten und Kommentaren hätte Ihnen gezeigt, wie weit überwiegend die Zustimmung zu unserer Hochschulreform außerhalb der Universität Heidelberg ist.

Erstaunlich ist dabei auch, wie die Gruppe der professoralen Kritiker nun die "gewachsenen demokratischen Strukturen" der Universität hoch hält. Davon wollte man früher ja nicht viel wissen. Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass die so sehr bekämpfte Reform die Mitwirkungsrechte der Studierenden und der wissenschaftlichen Mitarbeiter gerade stärkt. Entsprechende Initiativen der Universität Heidelberg sind hingegen aus den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht bekannt.

Dr. Gunter Schanz,
Pressesprecher des Ministeriums für Wissenschaft,
Forschung und Kunst Baden Württemberg

 

 

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Updated: 09.02.00